Protest-Aktion – Mit blankem Busen gegen Merkel

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Protest-AktionMit blankem Busen gegen Merkel

Die Kanzlerin wird zum zweiten Mal zur Zielscheibe für den Nackt-Protest der Femen.

(Quelle: dpa)

(Quelle: dpa)

Angela Merkel zuckt zusammen und dreht sich hektisch weg. Nur kein Foto mit diesen nackten Brüsten, scheint die Bundeskanzlerin zu denken. Etwas ungelenk versucht sie, unter einer Absperr-Kordel durchzuschlüpfen. Sekunden zuvor haben Femen-Frauen in Berlin ihre Brüste entblößt. Merkel lächelt den Zwischenfall am Donnerstagabend auf einem Sommerfest von Film- und Fernsehproduzenten professionell weg. Doch die Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe Femen haben es wieder einmal geschafft. Ihre Oben-Ohne-Fotos - auch ohne Merkel - sind überall.

Und solche Fotos häufen sich: bei Heidi Klums Finalshow von «Germany's Next Topmodel», auf dem roten Teppich der Berlinale, beim Weltwirtschaftsforum. Merkel hat bereits Bekanntschaft mit Protestaktionen der Femen gemacht: Im April stürmten fünf entblößte Frauen in Hannover auf die Kanzlerin und den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu. Die Spektakel dauern jedes Mal nur Sekunden, dann haben Sicherheitsleute die Frauen abgedrängt.

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Nicht jeder mag's

Unter den Frauen, für die sie kämpfen, gibt es aber nicht nur Freunde. Mit ihren radikalen Aktionen wie dem «Topless Jihad Day» (Tag des Oben-Ohne-Heiligen-Krieges) haben sie den Zorn von muslimischen Frauen auf sich gezogen.Nach dem Protest gegen Prostitution in Hamburg gab es offene Briefe gegen Femen. Mit ihren Sprüchen «Sexindustry is fascism» und der KZ-Toraufschrift «Arbeit macht frei» hätten die Aktivistinnen gründlich daneben gegriffen.

(L'essentiel Online/dpa)

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