Gelbe Karte als Bestrafung – Mit dem Spucken auf dem Fußballfeld ists bald vorbei

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Gelbe Karte als BestrafungMit dem Spucken auf dem Fußballfeld ists bald vorbei

Wenn in den Topligen weitergekickt werden sollte, wird diese Praktik wohl der Vergangenheit angehören. Bei Spuck-Missachtungen stehen gar Verwarnungen im Raum.

Cristiano Ronaldo, hier noch im Tenue von Real Madrid, spuckt auf dem Fußballfeld.

Cristiano Ronaldo, hier noch im Tenue von Real Madrid, spuckt auf dem Fußballfeld.

Die Topligen in Europa strengen sich derzeit gehörig an: Serie A, Premier League, Bundesliga, La Liga – während die Corona-Kurven abflachen, wollen sie alle endlich wieder mit dem Fußballspielen beginnen. In Deutschland steht mit dem 9. Mai bereits ein Startdatum im Raum, in England mit dem 8. Juni ebenfalls.

Doch bevor das passieren kann, müssen die Verbände ausgewachsene Corona-Konzepte vorlegen. Da Geisterspiele inzwischen quasi unausweichlich sind, geht es dabei vor allem um Hygienemaßnahmen.

Ein Punkt auf diesen Konzepten wird sich auch um diese mehr oder weniger appetitliche Tätigkeit drehen: das Spucken. Auf dem Fußballfeld ist diese Praktik immer wieder zu beobachten, die Spieler verteilen ihren Speichel bisweilen auf dem ganzen Feld.

Speichel bleibt stundenlang auf dem Platz

Corona wird dem Spucken wohl aber ein Ende bereiten. Laut Michel D'Hooghe, Vorsitzender des Medizinischen Ausschusses der Fifa, müsse es verboten werden. «Dies ist eine im Fußball übliche Praktik, aber nicht sehr hygienisch», sagte er gegenüber der britischen Zeitung The Telegraph. «Das sollten wir deshalb vermeiden. Die Frage ist natürlich, inwieweit das überhaupt möglich ist. Vielleicht kann man gelbe Karten dagegen austeilen.»

Der Speichel, der das Virus in sich trägt, könnte stundenlang auf dem Feld bleiben und so weitere Personen anstecken, bestätigen Wissenschaftler. «Es besteht auch die Gefahr, dass es aerosoliert wird. Das heißt, die kleinsten Teilchen des Speichels könnten dann als eine Art Dunst herumschweben und so mit vielen Spielern in Kontakt kommen», erklärte Ian Brierley, Virologe an der Cambridge Universität, gegenüber der britischen Zeitung.

(L'essentiel)

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