Grüner Fußabdruck – Mit diesen sechs Tipps reisen Sie nachhaltiger

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Grüner FußabdruckMit diesen sechs Tipps reisen Sie nachhaltiger

Auch wenn Reisen an sich leider nicht unbedingt ökologisch ist, geht Ferien machen auch umweltbewusst.

Es ist möglich ökologisch zu reisen und sich ein wenig zurückzunehmen, ohne sich gleich zu sehr einzuschränken.

Zug statt Auto statt Flugzeug

Für den ökologischen Fußabdruck gibt es nichts Schlimmeres als die Reise per Flugzeug. Der CO2-Austoß einer Flugreise nach New York und zurück entspricht sieben Wintern ökologisch Heizen oder fast zwei Jahren vegetarisch Essen. Das Auto schneidet viel besser ab, der Flug zum Big Apple belastet das Klima stärker als ein Jahr Autofahren. Zugreisen sind mit Abstand am ökologischsten. Fazit: Fliegen soll ein seltener Höhepunkt sein, den man umso bewusster und für längere Reisen auskostet.

CO2 kompensieren

Wer seinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten, aber dennoch hin und wieder fliegen will oder muss, sollte seinen Ausstoß unbedingt kompensieren. Das geht so: Werden die Flugstrecken in einen Emissionsrechner eingegeben, wird der entsprechende Kompensationsbetrag angezeigt, den man direkt online an Klimaschutzprojekte spenden kann. Bei der gemeinnützigen Stiftung Myclimate geht das super easy. Am besten einmal pro Jahr alles kompensieren und danach von den Steuern abziehen.

Nachhaltige Unterkunft

Die Idee hinter Anbietern wie Airbnb ist toll und entspricht in ihrer ursprünglichen Form – dem Teilen seiner Wohnung, wenn man sie selber nicht braucht – auch einem Nachhaltigkeitsgedanken. In Realität werden allerdings oft normale Ferienwohnungen auf Airbnb vermietet, und die Anbieter drücken sich so vor Steuern. Da diese Wohnungen sich oft in den besten Stadtteilen befinden, schrumpft der Wohnraum für die einheimische Bevölkerung und man fördert Gentrifizierung. Besser: Auch mal Öko-Reiseportale wie Green Pearls, Bookitgreen oder Bookdifferent abchecken.

Locals unterstützen

Das heißt: Einheimische Unterkünfte, Dienstleistungen und Restaurants großen, internationalen Ketten vorziehen und angemessen Trinkgeld geben. Wer sich abseits der Touristen-Trampelpfade begibt, erlebt spannendere Dinge und unterstützt Menschen, die vom Tourismus normalerweise wenig profitieren. Billige, importierte Souvenirs unbedingt links liegen lassen und stattdessen lokales Handwerk kaufen. Auch wenn es nicht immer einfach ist, zu unterscheiden, ob die Babouches auf dem Souk aus Marrakesh oder doch aus China stammen.

Clever haushalten

Aufgepasst, dass Ihre Komfort-Ansprüche keine knappen Ressourcen verschleißen. Gerade in südlichen Ländern ist zum Beispiel Wasser wertvoll und knapp. Also lieber keine stundenlangen Duschorgien veranstalten und die Handtücher im Hotel mehrmals verwenden.

Auf all-inclusive verzichten

Ohne Limit schlemmen und an der Hotelbar trinken, klingt im ersten Moment verführerisch. Dagegen sprechen allerdings zwei Punkte: Erstens sorgen All-inclusive-Angebote und Buffets zwangsläufig für unnötigen Foodwaste. Zweitens bezieht ihr dann alle Leistungen nur von einem Anbieter, statt beim Abendessen immer unterschiedliche Locals zu unterstützen.

In der Diashow oben zeigen wir, wie Millenials am liebsten reisen.

(L'essentiel/friday)

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