Umgehört: Mit diesen Tricks versuchen Luxemburger Sprit zu sparen

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UmgehörtMit diesen Tricks versuchen Luxemburger Sprit zu sparen

LUXEMBURG – Bewirken die steigenden Treibstoffpreise ein Umdenken bei den Autofahrern im Land? L'essentiel hat sich umgehört.

von
Nicolas Martin

«Als ich vor zwei Jahren angefangen habe in Luxemburg zu arbeiten, hat mich eine Tankfüllung 40 Euro gekostet, inzwischen sind es mehr als 100», erzählt Vincent, der jeden Tag von Metz nach Sanem pendelt: «Dadurch bin ich gezwungen, mein Fahrweise zu ändern. Auf der Autobahn fahre ich maximal noch 95 Stundenkilometer und werde teilweise sogar von Lastwagen überholt.» Auch Kim aus Sanem berichtet, dass er spart wo es nur geht: «Ich mache mir daraus eine kleine Challenge.» Inzwischen verbrauche er nur noch sechs Liter auf 100 Kilometer, zuvor seien es 7,3 gewesen. «Nicht zu schnell und dafür vorausschauend fahren, möglichst den Tempomat nutzen», verrät er seine Tricks.

Auch Michel versucht inzwischen ökonomischer und ökologischer zu fahren: «Durch die entspanntere Fahrweise spare ich bis zu anderthalb Liter auf 100 Kilometer – und länger unterwegs bin ich dadurch auch nicht wirklich», erzählt der Grenzgänger aus Belgien. Céline aus Aumetz versucht ihre Fahrten besser zu planen: «Ich verbinde beispielsweise den Besuch der Familie und die Einkäufe, statt dafür zweimal loszufahren.»

Doch nicht jedem ist die Umwelt- und Geldbeutel-schonende Fahrweise schon in Fleisch und Blut übergegangen. «Ich bin beruflich viel im Auto unterwegs, und oft denkt man einfach nicht daran», beichtet Rolando. Und Lena, die täglich eine Stunde aus Deutschland nach Esch gefahren kommt, findet: «Ich benutze vermehrt den Tempomat, aber viel mehr kann ich auch nicht machen.» Unter der Woche kommt auch Ivo wenig zum Spritsparen: «Dafür lassen wir das Auto jetzt am Wochenende öfters stehen und nehmen stattdessen die Fahrräder.»

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