Neue Lösungen? – Mit Drohnen gegen die giftigen Raupen
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Neue Lösungen?Mit Drohnen gegen die giftigen Raupen

LUXEMBURG – Frankreich experimentiert mit der Bekämpfung der Eichen-Prozessionsspinner durch gezielten Drohneneinsatz. Auch das Großherzogtum denkt über diese Lösung nach.

Berührungen mit den Raupen sollten vermieden werden.

Berührungen mit den Raupen sollten vermieden werden.

In Frankreich hat die Stadt Guénange (Mosel) das Institut national de la recherche agronomique (INRA) aufgefordert, gegen Eichen-Prozessionsspinner vorzugehen. Das INRA ging der Forderung nach und verwendete eine Drohne, die ein Biozid, Foray ES, auf die Raupennester spritzte.

Die Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung, Carole Dieschbourg, sagte am Dienstag, dass ihr dieses Experiment in Frankreich bekannt sei. «Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Gesundheitsdirektion des Gesundheitsministeriums, die für die Entwicklung des Aktionsplans gegen die Raupe verantwortlich ist, untersucht derzeit verschiedene Methoden zur Kontrolle der Art, einschließlich der Anwendung von Bioziden durch Drohnen», fügte die Ministerin hinzu.

Auswirkungen auf das Ökosystem

Laut Carole Dieschbourg «sollte der Einsatz von Bioziden als letzte Möglichkeit angesehen werden, die streng auf Gebiete mit hoher Raupenpopulation beschränkt sein muss. Bislang sind alle Biozide, einschließlich des in Lothringen 2019 verwendeten Produkts Foray ES, nicht selektiv, also schädlich für andere Insekten und wirken sich damit über die Nahrungskette auf das Ökosystem aus».

Da in Luxemburg kein Biozid für den Einsatz gegen die Eichen-Prozessionsspinner zugelassen ist, untersucht die Administration de l'environnement zur Zeit die in den Nachbarländern verwendeten Biozide.

(mme/L'essentiel)

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