Sicherheit in der Klinik – Mit Fußfesseln gegen Kindes-Entführung

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Sicherheit in der KlinikMit Fußfesseln gegen Kindes-Entführung

LUXEMBURG – Immer wieder werden Neugeborene aus Entbindungs-Stationen entführt. In Luxemburg sollen verschiedene Vorkehrungen die Babys schützen.

Mit einer elektronischen Fußfessel werden Neugeborene auf den Entbindungsstationen in Luxemburg gegen Entführung geschützt.

Mit einer elektronischen Fußfessel werden Neugeborene auf den Entbindungsstationen in Luxemburg gegen Entführung geschützt.

AFP

Viele meinen, wer einen Säugling aus einer Geburtsstation entführen will, hat es leicht. Auch ohne dass die Entbindungsstationen einem Hochsicherheitstrakt gleichen, gelten bestimmte Sicherheitsmaßnahmen. In der Klinik Bohler auf dem Kirchberg und im CHL werden Babys durch elektronische Armbänder geschützt.

«Wir praktizieren diese Sicherheitsmaßnahme seit 2008. Wenn ein Baby den Sicherheitsbereich rund um die Entbindungsstation verlässt, wird Alarm ausgelöst», erklärt Stéphanie Blaise, Vize-Direktorin der Bohler-Klinik.

Augen offen halten

Mit gut 2700 Geburten pro Jahr und gut 40 bereitstehenden Betten scheint eine Kontrolle aller Besuche in der Geburtsklinik utopisch. Deshalb muss das Krankenhaus-Personal die Augen offen halten: «Jeder passt mit auf. Wenn ein Unbekannter in einem Arztkittel herumläuft, dann wird sofort das Sicherheitspersonal verständigt», so Blaise.

Jedes Risiko ausschließen kann trotz der Vorkehrungen niemand. Daher baut die Klinikleitung auf die frischgebackenen Mütter: «Wir erklären ihnen, dass sie von der ersten Minute an ihr Kind nicht aus den Augen lassen sollen.»

(L'essentiel Online/Thomas Holzer)

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