Cannabiskonsum – Mit Prävention gegen bekiffte Schüler
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CannabiskonsumMit Prävention gegen bekiffte Schüler

LUXEMBURG - Sollen Drogentests für bekiffte Schüler an Lyzeen eine Regelmäßigkeit werden? Die Meinungen der Abgeordneten sind gespalten.

14 von 36 Schülern der Ettelbrücker Ackerbauschule (LTA) waren positiv auf Cannabis getestet.

14 von 36 Schülern der Ettelbrücker Ackerbauschule (LTA) waren positiv auf Cannabis getestet.

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Die Diskussion in der Abgeordnetenkammer am Dienstag schien kein Ende zu nehmen: Sollte man die Drogentests für Schüler an Lyzeen verpflichtend einführen? Die Debatte war bereits im vergangenen Jahr entfacht worden, als Urintests unangekündigt in den zwei Klassen der Ettelbrücker Ackerbauschule durchgeführt wurden. Sieben von 18 Schülern wurden damals positiv getestet.

Während die ADR das Verhalten bekiffter Schüler überhaupt nicht tolerieren wollte, plädieren andere politische Parteien eher für die Prävention gegen Drogenkonsum an Luxemburger Schulen: «Man muss die Grundausbildung der Lehrkräfte verbessern und ihnen mehr Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten», betonte Claude Adam (Déi Gréng). Der grüne Abgeordnete stellte anschließend einen Antrag bei der Abgeordnetenkammer, der jedoch sofort von Familienministerin Mady Delvaux-Stehres abgelehnt wurde.

«Ich will auf keinen Fall die Leitung der Schuleinrichtungen dazu zwingen, Drogentests für Schüler durchführen zu lassen», verteidigte sie sich. Bereits zahlreiche Initiativen seien seitens des Ministeriums unternommen worden, erinnerte Delvaux-Stehres. Der liberale Abgeordnete Eugène Berger betonte, dass die Drogentests «keine legale Basis haben und ohne entsprechende Präventionsmaßnahmen zu aktivistisch verstanden werden können.»

L'essentiel Online/ Patrick Théry

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