Luxemburg betroffen – Mitarbeiter überrascht von Schlecker-Pleite
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Luxemburg betroffenMitarbeiter überrascht von Schlecker-Pleite

LUXEMBURG - Schock für gut 100 Schlecker-Mitarbeiter in Luxemburg und zehntausende in Deutschland. Die Drogeriekette geht insolvent, um sich zu restrukturieren.

Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker ist zahlungsunfähig und geht in die Planinsolvenz. Grund sei eine geplatzte Zwischenfinanzierung, teilte das Familienunternehmen am Freitag mit, ohne konkreter zu werden. Der Insolvenzantrag werde «kurzfristig» eingereicht. Ziel sei der Erhalt eines großen Teils des schrumpfenden, aber immer noch tausende Läden umfassenden Filialnetzes.

Die Ansage kam für die gut 100 Mitarbeiter in den 29 Filialen in Luxemburg aus heiterem Himmel. «Ich habe es vorhin von einem Kunden erfahren», erzählt eine Mitarbeiterin in Luxemburg. Der Konzern hat auf Anfrage der Mitarbeiter erklärt, die Planinsolvenz sichere die Arbeitsplätze für die kommenden drei Monate.

Und danach? «Die Angst ist bei den allen Mitarbeitern da», meint Aloyse Kappweiler vom LCGB. Die Gewerkschaft hat sich den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt und ein Schreiben an den Konzern verfasst. Für Kappweiler steht eines fest: «Wenn der Konzern in Deutschland Insolvenz macht, folgt Luxemburg sogleich.»

L’essentiel Online mit dpa/Patrick Théry

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