«Wiener Maria» – Mobile Riesen-Brust soll Schwarzarbeitern helfen

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«Wiener Maria»Mobile Riesen-Brust soll Schwarzarbeitern helfen

Ein fahrbarer Trinkbrunnen versorgt derzeit Männer am Wiener Arbeiterstrich mit Wasser. Ein Künstler will so auf die Ausbeutung der Schwarzarbeiter hinweisen.

Ein LKW, aus dessen Heck eine riesige Porzellanbrust mit wasserspendender Brustwarze ragt, fährt dieser Tage durch Wien. Mit seinem Projekt «Die Wiener Maria» will Künstler Milan Mijalkovic eine Woche lang den Arbeiterstrich der Stadt mit Trinkwasser versorgen. Gleichzeitig will er mit dem mobilen Busen auf die schwierige Situation der Schwarzarbeiter hinweisen.

«Die weibliche, entblösste Brust steht für Verletzlichkeit und gegenseitige Abhängigkeit zugleich», sagt Mijalkovic.

Kunstbrust mit zwei Meter Durchmesser

«Welche anerkennende Geste bringt jeder von uns denjenigen, die für ihn arbeiten, entgegen?», fragt sich der Künstler. «Das Glas Wasser als existentieller Minimalkonsens wird hier zum mobilen Brunnen.» Am Lastwagen stehen zudem Auszüge aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Und der Satz: «Schwarzarbeiter, Schwarzarbeiter, kriegst ein Wasser.»

Die weibliche Kunstbrust hat einen Durchmesser von zwei Metern, über die Brustwarze kann sie kaltes Wasser abgeben.

Der Arbeiterstrich ist ein Straßenabschnitt in Wien, an dem arbeitswillige Personen, meist Tagelöhner, auf Arbeit warten.

(L'essentiel/md / bla)

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