Anne Franks Stiefschwester – «Möglicherweise wäre sie sogar Fan gewesen»

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Anne Franks Stiefschwester«Möglicherweise wäre sie sogar Fan gewesen»

Nach Justins Holocaust-Fettnäpfchen meldet sich jetzt die Stiefschwester von Anne Frank zu Wort – und sieht den Fauxpas gar nicht mal so eng.

Groß war die Empörung, als Justin Bieber bei der Besichtigung des Anne-Frank-Hauses die Botschaft «Anne war ein tolles Mädchen. Hoffentlich wäre sie ein Belieber gewesen» ins Gästebuch kritzelte. Auf Facebook posteten erboste User - kurz nachdem sich die Medien auf den Bieber-Skandal gestürzt hatten – Kommentare, wie: «Heb dir diese Bemerkungen für deine Facebook-Seite auf, Justin. Nicht in ein Gästebuch, das Teil der Geschichte ist».

Anne Frank floh in den Dreißigerjhren vor den Nazis in die Niederlande, wo sie sich mit ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs versteckte. Dort führte sie ein Tagebuch. Später entdeckten sie die Nazis und brachten sie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo sie 1945 starb.

«Anne liebte Filmstars und Musik»

Annes Stiefschwester, die natürlich von dem Bieber-Debakel aus der Presse erfuhr, wurde von der Tageszeitung «The Telegraph» mit dem Zwischenfall konfrontiert. Eva Schloss, wie die Dame heißt, zeigte sich in dem Interview wenig entsetzt über den Streich des berühmten Teenies. «Es ist so kindisch», sagt Schloss, aber fügte hinzu: «Möglicherweise wäre Anne Fan gewesen. Warum nicht? Er ist ein junger Mann und sie war ein junges Mädchen. Sie liebte Filmstars und Musik».

Dass um die Sache mit dem Gästebuch einen riesigen Wirbel gemacht wird, versteht die Auschwitz-Überlebende aber nicht: «Es wird immer so ein großes Trara gemacht um alles was mit Anne Frank zu tun hat.»

Die Welt ist also wieder in Ordnung. Für Bieber und Beliebers.

(L'essentiel Online/sim)

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