Urteil im Supreme Court – Mörder hat kein Recht auf schmerzfreie Hinrichtung

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Urteil im Supreme CourtMörder hat kein Recht auf schmerzfreie Hinrichtung

Russell Bucklew wehrt sich dagegen, per Giftspritze hingerichtet zu werden, weil er dabei wegen seiner Krankheit übermäßig leiden würde. Beim Supreme Court blitzt er ab.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass der Todeskandidat Russell Bucklew (50) kein Recht auf einen schmerzfreien Tod habe. Der verurteilte Mörder hatte darauf bestanden, in einer Gaskammer hingerichtet zu werden. Da er unter einer seltenen Gefäßerkrankung leidet, könnte die Hinrichtung durch eine Giftspritze einen qualvollen Tod zur Folge haben.

Fünf der neun Richter des Obersten Gerichtes sprachen sich aber dagegen aus: Die US-Verfassung «garantiere einem verurteilten Häftling keinen schmerzlosen Tod», hieß es in der Begründung zum Urteil.

Giftstoff führte zu Blutungen

Das war das dritte Mal, dass sich Bucklew vor Gericht gegen seine Exekution mit dem Barbiturat Pentobarbital wehrte. Bucklew leidet an einem Hämangiom, einer Missbildung der Gefäße, die unter anderem Tumore im Kopf, in der Kehle und an der Lippe verursacht.

Unter anderem hat der Mann einen Tumor auf seiner Lippe, der die Größe einer Traube habe, sagten seine Anwälte. Auch seine inneren Tumore seien groß. Das Pentobarbital könnte dazu führen, dass diese aufreißen und zu bluten beginnen und Bucklew schließlich qualvoll an seinem eigenen Blut erstickt.

Schmerzfreier Tod ist «Luxus»

Die Bundesrichter sehen jedoch keine rechtlichen Bedenken bei dieser Hinrichtungsmethode. Erst fraglich werde diese, wenn «größere Schmerzen zugefügt werden als nötig, um eine Todesstrafe zu vollstrecken». Gegenüber der «Washington Post» sagte Richter Neil Gorsuch, ein schmerzfreier Tod sei «ein Luxus, der nicht jedermann garantiert werden könne, dazu gehören auch die Opfer von Kapitalverbrechen».

Bucklew hatte im Jahr 1996 den neuen Partner seiner Ex-Freundin getötet. Zudem hatte er die Frau entführt und vergewaltigt und den gemeinsamen sechsjährigen Sohn attackiert. Nach seiner Festnahme konnte er kurzzeitig aus dem Gefängnis entkommen und griff die Mutter seiner ehemaligen Partnerin mit einem Messer an. Er sitzt bereits seit zwei Jahrzehnten im Todestrakt im US-Bundesstaat Missouri.

(L'essentiel/kle)

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