Obduktion bestätigt – Mörder von Mia hat sich in Zelle erhängt
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Obduktion bestätigtMörder von Mia hat sich in Zelle erhängt

FRANKENTHAL – Der Mörder von Mia hat sich in seiner Gefängniszelle erhängt. Das habe die Obduktion der Leiche von Abdul D. ergeben. Es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Der Verstorbene hatte seine Ex-Freundin in einem Supermarkt in Kandel mit einem Messer getötet.

Der Verstorbene hatte seine Ex-Freundin in einem Supermarkt in Kandel mit einem Messer getötet.

Andreas Arnold

Der Mörder von Mia hat sich in seiner Gefängniszelle erhängt. Das habe die Obduktion der Leiche von Abdul D. ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Freitag mit. Es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Todesursache sei «ein zentrales Regulationsversagen infolge Erhängens». Der aus Afghanistan stammende Abdul D. war am Donnerstag tot in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt gefunden worden. Er war in einer Einzelzelle untergebracht.

Die Befunde des rechtsmedizinischen Instituts in Mainz seien «mit einem suizidalen Geschehen in Einklang zu bringen», hieß in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Ein toxikologisches Zusatzgutachten werde noch erstellt.

Abdul D. hatte 2017 in Kandel seine Ex-Freundin Mia erstochen - wohl aus Eifersucht. Der Mord an der 15-Jährigen löste bundesweit Entsetzen aus. Im Streit über deutsche Flüchtlingspolitik wurde Kandel zum Reizwort. Im August 2018 wurde D. zu acht Jahren und sechs Monaten Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt. Der Fall fachte auch die Diskussion um die Altersfeststellung junger Flüchtlinge an.

(L'essentiel/dpa)

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