15.000 Euro: Mont-Blanc-Besteiger sollen Kaution hinterlegen – für Bestattungskosten

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15.000 EuroMont-Blanc-Besteiger sollen Kaution hinterlegen – für Bestattungskosten

Der Bürgermeister eines französischen Dorfes am Fuß des Mont Blanc möchte, dass Bergsteigende Geld hinterlegen, bevor sie den gefährlichen Aufstieg antreten.

von
Samira Kunz
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Der Mont Blanc ist der höchste Gipfel Europas und wird gerne von Bergsteigerinnen und Bergsteigern erklommen.

Der Mont Blanc ist der höchste Gipfel Europas und wird gerne von Bergsteigerinnen und Bergsteigern erklommen.

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Dies, obwohl die Besteigung zurzeit viele Gefahren mit sich bringt.

Dies, obwohl die Besteigung zurzeit viele Gefahren mit sich bringt.

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Das warme Wetter und Steinschläge erschweren die Besteigung.

Das warme Wetter und Steinschläge erschweren die Besteigung.

AFP

Wer den höchsten Gipfel Europas erklimmen möchte, muss in Zukunft vielleicht schon davor tief in die Tasche greifen. Der Bürgermeister von Saint-Gervais-les-Bains, einer Gemeinde am Fuß des Mont Blanc, möchte, dass Bergbegeisterte vor dem Aufstieg 15.000 Euro hinterlegen. Jean-Marc Peillex möchte damit die Kosten von Bergung und Beerdigung decken, falls Personen auf dem Berg sterben würden, wie der Bürgermeister auf Twitter postete.

Es gebe zurzeit Dutzende von Amateuren, die den Berg besteigen wollen und sich somit «mit dem neusten Modespiel vergnügen möchten: Das ist Russisches Roulette!», wie Peillex im Statement auf Twitter schreibt. Das warme Wetter und Steinschläge erschweren den Aufstieg zusätzlich. Erst am 30. Juli haben Polizisten in einem Helikopter ausrücken müssen. Sie haben eine Gruppe aus Rumänien mit einem Megaphon dazu aufgefordert, umzudrehen und die Besteigung abzubrechen, so Peillex.

In Cormayeur, einer Gemeinde ebenfalls am Mont Blanc, aber auf der italienischen Seite, führt der Vorschlag zu wenig Begeisterung. Der Bürgermeister Roberto Rota bezeichnet den Plan, eine Anzahlung zu verlangen, als «surreal», wie CNN berichtet. Der Berg sei kein Eigentum und die Gemeinden könnten lediglich über gefährliche Routen informieren und Wege sperren, wenn ein objektives Risiko bestehe, wie er gegenüber der Zeitung «Corriere della Sera» sagte.

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