Luxemburg – Moselwein soll zu Desinfektionsmittel werden

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LuxemburgMoselwein soll zu Desinfektionsmittel werden

LUXEMBURG – Sollte es zu einer zweiten Corona-Welle kommen, ist das Großherzogtum vorbereitet: Die Winzer machen Wein zu Desinfektionsmittel.

Rund 150.000 Liter Wein werden zu reinem Alkohol gebrannt.

Rund 150.000 Liter Wein werden zu reinem Alkohol gebrannt.

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Für den Fall einer neuen Gesundheitskrise wollen die Luxemburger Winzer ihren Beitrag leisten. Das Institut Viti-Vinicole hat ein Pilotprojekt gestartet, um luxemburgische Weine in Desinfektionsmittel umzuwandeln. Zwischen 150.000 und 160.000 Liter Wein, der «nicht für den direkten Konsum» bestimmt ist, werden bis zum Ende des Sommers von rund zehn Destillateuren im Land gebrannt. Ziel ist es, «zwischen 15.000 und 18.000 Liter reinen Alkohol herzustellen» sagt Robert Ley, Direktor des in Remich ansässigen Instituts.

Ley verfügt über ein Budget in Höhe von rund 200.000 Euro, um den Wein von den Winzern zu kaufen und die Destillation und die Logistik zu bezahlen. Welches Desinfektionsprodukt am Ende dabei herauskommenwirdm steht noch nicht fest. Hier kommt die nationale Förderagentur Luxinnovation ins Spiel. «Wir evaluieren derzeit die Produktionsmöglichkeiten zur Verarbeitung des Destillats unter Einhaltung der Umweltvorschriften», erklärt Jean-Claude Backendorf, Projektleiter bei Luxinnovation, hinzu. Mehrere Luxemburger Unternehmen, die Alkohol in ein fertiges durchzuführen, wurden bereits ausgemacht.

(L'essentiel/dpa)

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