Kultur in Luxemburg – Mudam hat noch keinen neuen Direktor

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Kultur in LuxemburgMudam hat noch keinen neuen Direktor

LUXEMBURG - Enrico Lunghi wird vorerst nicht ersetzt. Der Verwaltungsrat will sich bei der Suche nach einem Nachfolger für den Ex-Chef Zeit lassen.

Bei der Pressekonferenz stellte Laurent Loschetter (rechts) klar, dass er nicht der neue Mudam-Chef wird.

Bei der Pressekonferenz stellte Laurent Loschetter (rechts) klar, dass er nicht der neue Mudam-Chef wird.

L'essentiel/Fatima Rougi

Das Mudam eröffnet am Freitag drei neue Ausstellungen. Dennoch ist ein anderes Thema in aller Munde – der Fall Enrico Lunghi. Umso mehr, da verschiedene luxemburgische Medien am Donnerstag berichtet haben, dass Atelier-Chef Laurent Loschetter vorübergehend die Nachfolge als Mudam-Direktor antreten wird. Loschetter war am Freitagmorgen bei der Pressekonferenz auch anwesend – allerdings in seiner Funktion als Mitglied des Mudam-Verwaltungsrats.

«Ich möchte diese Pressekonferenz auch nutzen, um das als ‹Fake News› zu titulieren. Ich bin nicht der neue Direktor, dazu habe ich auch gar nicht die nötigen Kompetenzen», sagt Loschetter. Seit dem Abgang von Lunghi zum 31. Dezember 2016 werden die Aufgaben auf den Verwaltungsrat verteilt. «Der Verwaltungsrat ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine davon, in der auch ich bin, bewerkstelligt die täglichen Verwaltungsaufgaben. Die andere sucht nach einem neuen Direktor», erklärt er.

Kommission geht auf die Suche

Der neue Chef soll nicht sofort eingestellt werden. Loschetter spricht von einem Zeitraum von zehn Monaten. Der Verwaltungsrat wolle sich «Zeit lassen, den richtigen Kandidaten zu finden». Auf die Suche geht eine Kommission, die aus drei Verwaltungsratsmitgliedern und drei Direktoren von internationalen Museen besteht. Dieser Ausschuss entwickelt ein Profil zu den erwünschten Qualitäten des Nachfolgers von Lunghi.

«Wir haben uns auf diese Methode geeinigt und uns mit der Philharmonie kurzgeschlossen, welche die Suche nach ihrem neuen Direktor so gemacht hatte. Jetzt nehmen wir uns Zeit», sagt Loschetter.

(Fatima Rougi/L'essentiel)

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