Winterspiele – München bewirbt sich für Olympia 2018

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WinterspieleMünchen bewirbt sich für Olympia 2018

Eiskunstläuferin Katarina Witt hat am Dienstag die 400 Seiten starke Bewerbung Münchens für die olympischen Winterspiele 2018 beim IOC eingereicht. Auch Frankreich und Südkorea sind im Rennen.

Katarina Witt hat am Dienstag die 400 Seiten starke Bewerbung abgegeben.

Katarina Witt hat am Dienstag die 400 Seiten starke Bewerbung abgegeben.

dpa

Mit der Abgabe des Bewerbungsbuchs für die Winterspiele 2018 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat für München der Endspurt im Kandidaten-Dreikampf begonnen. «Es war ein besonderer Moment. Wir können stolz auf das Bid Book sein», sagte die Kuratoriums-Vorsitzende Katarina Witt. Zusammen mit Geschäftsführer Bernhard Schwank und dem Eishockey-Nachwuchsspieler Marcus Weber vom SC Riessersee gab sie am Dienstag das 396 Seiten starke Werk am IOC-Amtssitz im schweizerischen Lausanne ab.

Die Olympia-Mitbewerber Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea) hatten ihre Bid Books schon am Montag beim IOC eingereicht. Die Entscheidung über die Vergabe der Winterspiele für 2018 treffen etwa 115 IOC-Mitglieder auf der IOC-Vollversammlung am 6. Juli im südafrikanischen Durban.

Landwirte wollen Grundstücke nicht hergeben

In Grenzen hält sich immer noch die Freude von widerspenstigen Grundstücksbesitzern in Garmisch-Partenkirchen, wo die Ski-Wettbewerbe ausgetragen werden sollen. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude betonte am Dienstag in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk noch einmal, dass er im Grundstücksstreit mit den Bauern «kein ernsthaftes Hindernis» sieht: «Es gibt einige Grundstückseigentümer, die sich tatsächlich verweigern, und nur eine Hand voll hat tatsächlich Grundstücke, die benötigt werden.»

59 Landwirte hatten in einem Brandbrief an IOC-Präsident Jacques Rogge im Dezember bekräftigt, ihr Land im Schneepark Garmisch-Partenkirchen nicht für die Spiele zur Verfügung zu stellen. Der Platz aber wird benötigt, um Wettbewerbe veranstalten und nötige Funktionsflächen bereitstellen zu können.

Die nächste hohe Hürde im Bewerbungsverfahren ist der Besuch der Evaluierungskommission vom 28. Februar bis 4. März in München. Das Bid Book, in dem 17 Aspekte angeschnitten und 100 Garantien gegeben werden, ist die Grundlage der Prüfung vor Ort.

Annecy und Pyeongchang bewerben sich ebenfalls

Auch bei Annecy, das zudem das Bewerbungskonzept radikal zugunsten einer Konzentration auf zwei statt fünf Austragungszentren änderte, gab es jüngst einen Führungswechsel: Die Franzosen setzen nun auf den Unternehmer Charles Beigbeder und dem verstärkten Engagement von Ski- Legende Jean-Claude Killy. Favorit Pyeongchang erhielt Anfang November eine Verwarnung vom IOC wegen umstrittener Sponsoren- Aktivitäten südkoreanischer Firmen im Weltsport.

(dpa)

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