Nach Turnier-Triumph – Murray soll zum Ritter geschlagen werden

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Nach Turnier-TriumphMurray soll zum Ritter geschlagen werden

Andy Murray ist der erste britische Wimbledon-Sieger seit 77 Jahren. Der britische Premierminister will den Schotten nun adeln.

Am Sonntagabend war es endlich so weit: Nach 77 Jahren durfte mit Andy Murray wieder ein Brite den Wimbledon-Pokal in die Höhe strecken. Eine ganze Nation hatte darauf gewartet, dementsprechend aufregend und intensiv verlief die Zeit nach dem großen Triumph für den frischgebackenen Wimbledon-Sieger.

Zum Championsdinner nach dem Triumph kamen Murray und seine Partnerin Kim Sears einige Stunden zu spät. Dafür haben sie lange gefeiert. Nur eine Stunde soll der Wimbledon-Champion in der Nacht auf Montag geschlafen haben.

Müder Murray stellt sich den Medien

Bereits um 8 Uhr war es für Murray wieder Zeit, zum ersten Termin anzutraben. Auf der Terrasse des Millennium Buildings im All England Club warteten die Medien auf den Schotten. Sichtlich müde, aber geduldig beantwortete Murray die Fragen der Journalisten und präsentierte sich für die Fotos vor der Statue des legendären Fred Perry, des letzten britischen Wimbledonsiegers.

Nach den vielen Fragen und Fotos ging Murrays Programm mit einem Nachwuchsevent weiter. In einer Schule in Kennington im südlichen London präsentierte der Wimbledonsieger seine persönliche Miniausgabe des Pokals den neugierigen Kindern. Auch nahm sich der Schotte Zeit, um einige Bälle mit den Kids zu schlagen.

Treffen mit dem Premierminister

Doch damit nicht genug. Ein weiterer wichtiger Termin stand für Murray an diesem Tag an: Ein Treffen mit dem englischen Premierminister David Cameron. Auch die Eltern des 26-Jährigen waren an die Downing Street Nr. 10 eingeladen. Der höchste englische Politiker nahm beim Treffen Bezug auf die wohl meistspekulierte Frage in den englischen Medien. Wird Andy Murray nun zu Sir Andy Murray?

Cameron fand dazu klare Worte: «Ich kann mir keinen vorstellen, der es mehr verdient hätte.» Der frischgebackene Nationalheld selbst reagierte zurückhaltend auf die Diskussion zum möglichen Ritterschlag: «Ich denke, es ist eine tolle Sache, wenn man es angeboten bekommt. Vermutlich wird es gefordert, weil alle solange auf diesen Sieg gewartet haben. Ob dies aber eine solche Ehrung rechtfertigt, weiß ich nicht.»

Sportliche Ritter keine Seltenheit

Tatsache ist, dass die Queen in den letzten Jahren immer wieder sportliche Größen aus ihrem Land in den Ritterstand erhoben hat. Beispiele dafür sind Tour-de-France- und Olympiasieger Bradley Wiggins sowie Alex Ferguson, der langjährige Trainer von Manchester United. Eine Adelung von Andy Murray liegt daher nach seinem historischen Triumph alles andere als fern.

(L'essentiel Online/fbu)

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