Messenger: Musk will bei Twitter Rat zur Moderierung von Inhalten einrichten

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MessengerMusk will bei Twitter Rat zur Moderierung von Inhalten einrichten

Für die Entscheidung über bestimmte Inhalte von Tweets oder die Freischaltung gesperrter Konten soll künftig ein Rat verantwortlich sein, der verschiedene Meinungen vertritt.

ILLUSTRATION - 28.10.2022, Frankreich, Clermont Ferrand: Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, hinter den Silhouetten des Twitter-Logos. Musk hat offiziell die Kontrolle über das soziale Netzwerk übernommen und bereits Führungskräfte entlassen. «Der Vogel ist freigelassen», twitterte er und kündigte weniger Kontrolle über Inhalte auf der Plattfrom an. Foto: Adrien Fillon/ZUMA Press Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bevor der Rat eingerichtet ist, werden keine weiteren Entscheidungen über Kontensperrungen getroffen.

Adrien Fillon/ZUMA Press Wire/dpa

Nach der Übernahme von Twitter will Tech-Milliardär Elon Musk einen «Rat zur Moderierung von Inhalten» bei dem Kurznachrichtendienst einführen. Darin würden unterschiedliche Meinungen vertreten sein, twitterte Musk am Freitagnachmittag (Ortszeit). Bevor der Rat eingerichtet sei, werde es keine Entscheidungen über Inhalte oder über die Wiederherstellung von Konten gesperrter Personen geben, erklärte er.

Im Mai hatte Musk angekündigt, ein Twitter-Verbot gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump rückgängig zu machen. Er nannte das Verbot eine «moralisch schlechte Entscheidung» und «bis aufs Äußerste schwachsinnig». Trump, der während seiner Amtszeit praktisch täglich zahlreiche Tweets absetzte, war zwei Tage nach dem Sturm seiner Anhänger aufs US-Kapitol am 6. Januar 2021 von der Plattform gesperrt worden.

Trump gründete später seinen eigenen Dienst in sozialen Medien, Truth Social, und hat erklärt, er habe nicht die Absicht, zu Twitter zurückzukehren, selbst wenn sein Konto wieder freigegeben würde. Sein Account war am Freitag weiterhin gesperrt.

Konservative Nutzer begannen am Freitag, erneut längst widerlegte Verschwörungstheorien zu verbreiten, etwa über Themen wie Corona oder die US-Präsidentenwahl 2020. Sie wollten damit – nicht ganz ernst gemeint – «testen», ob die Regeln zu Missinformation bei Twitter weiterhin durchgesetzt werden.

(DPA)

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