Shooting im Hijab – Muslimin posiert mit Kopftuch für «Playboy»

Publiziert

Shooting im HijabMuslimin posiert mit Kopftuch für «Playboy»

Die muslimische US-Journalistin Noor Tagouri posiert in der Oktober-Ausgabe des Erotik-Magazins – mit bedeckten Haaren.

Der «Playboy» ist eine Ikone der Erotikmagazine. Ein Jahr nachdem die Macher der amerikanischen Ausgabe bereits Nacktbilder aus dem Heft verbannt haben, wagen sie nun wieder Neues – und geben einer jungen Frau die Chance, ein Zeichen zu setzen.

Die 22-jährige Noor Tagouri kommt ursprünglich aus Libyen, wohnt und arbeitet aber in den Vereinigten Staaten. Und sie erscheint in der Oktober-Ausgabe des «Playboy». Die Muslimin ist auf den Bildern aber nicht in Unterwäsche zu sehen: Tagouri trägt schwarze Hosen, weiße Converse-Schuhe, ein T-Shirt sowie eine Lederjacke – und ihren Hijab. Laut «Daily Mail» träumt sie davon, die erste Hijab tragende Moderatorin im US-Fernsehen zu sein.

«Den Kommentaren schenke ich keine Aufmerksamkeit»

Der «Playboy» hat Tagouri für die Serie «Renegades 2016» ausgesucht: Die Strecke zeigt Menschen, die alles riskierten, um das zu tun, was sie lieben. Tagouri wollte schon immer ins Fernsehen, da sie merkte, dass sie eine Begabung dafür hat, anderen Fragen zu stellen.

Im Jahr 2012 zog Tagouri dann das erste Mal die Aufmerksamkeit auf sich, als sie ein Foto von sich am Moderatorenpult von ABC 7 postete mit der Bildunterschrift: «Die erste Hijab-Newsmoderatorin im amerikanischen Fernsehen». Das Bild ging viral.

Tagouri sagt selbst, dass sie durch die Probleme, welche sie beim Aufwachsen in Amerika als muslimische Frau hatte, stärker geworden sei. Und diese Stärke helfe ihr nun, in ihrer Karriere vorwärtszukommen.

Nicht alle sind erfreut, eine Muslimin im «Playboy» zu sehen. Das Magazin «The Muslim Vibe» schreibt: «‹Playboy› ist ein Synonym für Pornografie.» Doch wie Tagouri zu «Playboy» sagt, schenke sie den Kommentaren keine Aufmerksamkeit. «Das ist nur negative Energie und ungesund. Mir ist nur wichtig, dass ich ein Umfeld habe, das mich unterstützt.» Sie erklärt auch, dass sie sich nicht um Leute kümmern könne, die ein Problem damit haben, was sie trägt oder sagt.

Sehen Sie im untenstehenden Video, was Tagouri am «Playboy»-Set erlebt.

(L'essentiel/vis)

Deine Meinung