Corona in Luxemburg – Mutante könnte neue Maßnahmen zur Folge haben
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Corona in LuxemburgMutante könnte neue Maßnahmen zur Folge haben

LUXEMBURG – Aufgrund der neuen Corona-Variante wird derzeit über eine Anpassung der Corona-Maßnahmen in den Schulen des Großherzogtums diskutiert.

Derzeit sind 36 Fälle der britischen Mutation in Luxemburg bekannt.

Derzeit sind 36 Fälle der britischen Mutation in Luxemburg bekannt.

Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Luxemburger Behörden arbeiten derzeit an neuen Gesundheitsvorschriften, die besonders für die Schulen gelten sollen. Damit reagieren die Behörden auf die zunehmende Verbreitung der sogenannten britischen Corona-Mutation im Großherzogtum. Mars Di Bartolomeo (LSAP), der dem Gesundheitsausschuss der Chamber vorsteht, sagte dazu: «Das ist die Aufgabe einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Gesundheits- und Bildungsministerium. Es werden neue Verfahren diskutiert.»

Am Dienstag war bekannt geworden, dass bisher 36 Fälle der Variante B.1.1.7 in Luxemburg identifiziert worden sind. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass längst nicht alle Corona-Tests sequenziert werden. Am Dienstagmorgen sind die Kindergartenkinder und Grundschüler des Lycée de Lënster von vier Teams aus Fachleuten vor Ort getestet worden. Zuvor war am Montagmorgen bei einem Kindergartenkind eine Infektion mit der Mutante entdeckt worden. Die Ergebnisse des Corona-Tests soll an diesem Mittwochmorgen vorliegen. Damit weicht das Bildungsministerium in diesem Fall vom normalen Vorgehen ab, denn normaler Weise wären nur die Schüler der betroffenen Klasse getestet worden. Das sei die einzige Abweichung in diesem Fall, betonte eine Sprecherin des Bildungsministeriums gegenüber L'essentiel. Wenn man eine Infektionskette entdecke, könne das zu weiteren Maßnahmen führen.

Auch wenn derzeit keine weiteren Einschränkungen geplant sind, kündigten Regierung und Gesundheitsministerium am Dienstag eine schnelle und gründliche Nachverfolgung der Fälle der britischen Mutante an. Die Ausbreitung der neuen Variante bereite derzeit den Behörden die größten Sorgen, erklärte Di Bartolomeo gegenüber unserer Zeitung. Grundsätzlich hätten sich die Maßnahmen als wirksam erwiesen, hätten sie doch einen Netto-Rückgang der Infektionszahlen gebracht, betonte der LSAP-Abgeordnete.

(jg/L'essentiel)

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