USA – Mutiger Portugiese mäht bewaffneten Räuber um

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USAMutiger Portugiese mäht bewaffneten Räuber um

Aus Sorge um seine Familie hat ein portugiesischer Einwanderer in Philadelphia einen Räuber im Alleingang überwältigt: Er streckte den Angreifer mit seinem Wagen nieder.

Das beschädigte Fahrzeug des Raubopfers.

Das beschädigte Fahrzeug des Raubopfers.

CBS Philly

Ein portugiesischer Einwanderer hat in Philadelphia (USA) einen Räuber auf eigene Faust zur Rechenschaft gezogen. Der Migrant hatte abends an einem Drive-through-Geldautomaten gestoppt, als ein Vermummter auf ihn zukam und ihm eine Waffe ins Gesicht hielt. Das Opfer gab dem Täter Bargeld und machte sich danach schnell davon. Wenige Minuten später kehrte der Portugiese aber wieder zum Tatort zurück– seine Kreditkarte steckte nämlich noch im Bankautomaten.

Der Portugiese hoffte, dass der Täter bereits das Weite gesucht habe. Doch der bedrohlich aussehende Räuber – dunkle Sonnenbrille, Kapuzenpulli bis ins Gesicht gezogen – hielt sich noch immer in der Nähe des Geldautomaten auf. Als er den Chevy Cobalt des Portugiesen eintreffen sah, zuckte der Gangster plötzlich ein langes Messer. Der Einwanderer drückte daraufhin aufs Gaspedal – und streckte den Angreifer knallhart mit seinem Auto nieder. Im Fahrzeug saßen auch die Ehefrau des Portugiesen und ihr kleines Kind. Während der Räuber benommen am Boden lag, durchsuchte der Portugiese dessen Taschen und fand seine Kreditkarte sowie sein Geld wieder.

Keine Anzeige gegen Überfallsopfer

Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie den 49-jährigen Angreifer schwer verletzt auf dem Boden liegen. Um ihn herum breitete sich eine große Blutlache aus. Wie brenzlig die Situation war, sah man später an der Windschutzscheibe des Chevy: Der Räuber hatte mit seinem Messer ein Loch in die Scheibe geschlagen.

Mittels eines Übersetzers – der Einwanderer hatte sich erst seit einem Monat in den USA aufgehalten – erzählte der Portugiese den Beamten, wie sich die Geschichte zugetragen hatte. Bilder aus einer Überwachungskamera bestätigten seine Version. Mit einem Strafverfahren wegen des Stoßes gegen den Räuber muss der Portugiese nicht rechnen. «Er war schließlich Opfer eines Raubüberfalls», sagte ein Polizeisprecher zu philly.com.

Der Drive-through-Geldautomat in Philadelphia:

(jt/L'essentiel)

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