Kachelmann vor Gericht – Mutmassliches Opfer sagt aus

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Kachelmann vor GerichtMutmassliches Opfer sagt aus

Ihre Aussage wird mit Spannung erwartet: Im Vergewaltigungsprozess gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann sagt am Mittwoch seine Ex-Freundin aus.

Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen, wenn es im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann um die Details geht.

Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen, wenn es im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann um die Details geht.

dpa

Was genau geschah in jener Nacht zum 9. Februar, in der sie angeblich von Fernsehmoderator Jörg Kachelmann vergewaltigt wurde? Woher stammen die Blutergüsse auf ihren Beinen? Diesen und vielen weiteren Fragen muss sich an diesem Mittwoch wohl die 37-jährige Ex-Freundin des 52- jährigen Wetterexperten vor Gericht stellen.

Mehr als einen Monat läuft der Vergewaltigungsprozess gegen den Schweizer bereits vor dem Mannheimer Landgericht. Die späte Aussage der Hauptzeugin wurde mit Terminproblemen begründet. Einen Gutachter, der die Darstellungen der Frau bereits vor dem Verfahren anzweifelte, hat das Gericht inzwischen für befangen erklärt.

Verletzungen selbst zugefügt?

In seiner Expertise hatte der rechtsmedizinische Gutachter Bernd Brinkmann geschrieben, dass sich die 37-Jährige ihre Verletzungen selbst zugefügt haben könnte - um eine Vergewaltigung vorzutäuschen. Die 37-Jährige hatte unter anderem Blutergüsse an den Schenkeln und eine Verletzung am Hals. Diese soll laut Anklage entstanden sein, als Kachelmann ihr ein Küchenmesser an die Kehle drückte.

Ein anderer Gutachter wird sich die Aussage der 37-jährigen Radiomoderatorin dagegen auf jeden Fall anhören: Der renommierte psychiatrische Sachverständige Hans Ludwig Kröber. Seinetwegen sagt die Hauptzeugin erst so spät im Prozess aus. Er konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Termingründen vorher nicht an der Verhandlung teilnehmen.

Öffentlichkeit ausgeschlossen

Die Moderatorin - in den Medien meist Sabine genannt - soll seit 1998 ein Verhältnis mit Kachelmann gehabt haben. Dann erkannte sie nach Angaben der Ermittler, dass ihr Geliebter neben ihr noch andere Freundinnen hatte. Sie stellte ihn zur Rede und wollte sich laut Anklage von ihm trennen. Daraufhin soll er sie mit einem Küchenmesser bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Sabine erschien zwar zum Prozessauftakt, doch sie schwieg. Während ihrer Aussage wird voraussichtlich die Öffentlichkeit erneut ausgeschlossen.

Der 52-jährige Schweizer muss sich seit Anfang September vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft im vor, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.

(dpa)

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