Entführung in Kalifornien – Mutter schließt Sohn nach 21 Jahren in die Arme

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Entführung in KalifornienMutter schließt Sohn nach 21 Jahren in die Arme

1995 verschwindet der Ehemann von Maria Mancia und entführt den gemeinsamen Sohn. Jetzt ist die 42-jährige Mutter wieder mit ihrem Kind vereint.

Mehr als zwei Jahrzehnte verbrachte Maria Mancia mit der Suche nach ihrem Sohn Steve Hernandez. Als sie an einem Abend im Jahr 1995 von der Arbeit nach Hause kam, waren ihr Ehemann Valentin und der gemeinsame 18 Monate alte Sohn verschwunden. In ihrer Wohnung in Rancho Cucamonga im US-Bundesstaat Kalifornien fehlte jede Spur von den beiden.

Nicht einmal ein Foto des Jungeen hatte ihr Mann der jungen Mutter zurückgelassen, berichtet «Daily Mail». Mühsam musste sich Mancia ein Bild ihres Kindes von einer Tante in El Salvador schicken lassen – ihr einziges Erinnerungsstück über all die Jahre. Am Donnerstag jedoch konnte die 42-Jährige ihren mittlerweile 22-jährigen Sohn endlich in die Arme schließen.

«Die Qualen sind vorüber»

Die Polizei hatte den jungen Mann, der mittlerweile Jura studiert, in Mexiko ausfindig gemacht. Da Hernandez immer noch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, standen der Wiedervereinigung von Mutter und Sohn keine bürokratischen Hürden im Weg.

«Die Qualen, die ich litt, sind jetzt, wo ich meinen Sohn wieder habe, vorüber. Ich habe 21 Jahre lang nach ihm gesucht, ohne irgendetwas zu wissen», sagte Mancia zu US-Medien. Inzwischen hat Hernandez auch seine vier jüngeren Geschwister kennengelernt.

Nach Jahren ohne eine heiße Spur gab die Polizei den Entführungsfall fast auf. Im Jahr 2012 nahm sich die Abteilung für Kindsentführungen des Bezirksstaatsanwalts von San Bernadino der Sache wieder an. Im vergangenen Februar endlich bekamen die Ermittler einen Hinweis: Steve Hernandez solle in Puebla in Mexiko leben, sein Vater sei offenbar tot.

Sohn will in den USA bleiben

Weil sie die Mutter nicht enttäuschen wollten, erzählten die Beamten ihr vorerst nichts davon. Unter einem Vorwand stellten sie Kontakt zum verlorenen Sohn her und verglichen laut dem Sender ABC7 dann die DNA von Mancia und Hernandez miteinander: Treffer.

Vor zwei Wochen schließlich überbrachten sie beiden die freudige Nachricht. Hernandez hatte stets geglaubt, seine Mutter habe ihn und seinen Vater verlassen. «Ich habe all die Jahre ohne meine Mutter gelebt», so Hernandez. «Zu erfahren, dass sie in einem anderen Land lebt, war eine sehr emotionale Angelegenheit.» Der verlorene Sohn will nun in den USA bleiben und dort sein Studium fortsetzen.

(L'essentiel/mlr)

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