Schweiz – Mutter steckt sich und Kinder extra mit Corona an
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SchweizMutter steckt sich und Kinder extra mit Corona an

Eine Frau aus dem Oberaargau (Schweiz) hat sich und ihre Kinder absichtlich mit dem Coronavirus infiziert. Experten kritisieren sie heftig.

Eine Frau hat sich per Stäbchen selber mit dem Coronavirus infiziert.

Eine Frau hat sich per Stäbchen selber mit dem Coronavirus infiziert.

REUTERS

Eine Frau im Kanton Bern steckte sich und ihre Kinder absichtlich mit dem Coronavirus an. Ihre Entscheidung begründet sie gegenüber den Tamedia-Zeitungen damit, dass sie Allergikerin sei und sich darum nicht gegen das Virus impfen lassen könne. Als es eine Infektion in ihrem privaten Umfeld gab, wollte sie sich diese zunutze machen. Sie organisierte sich benutzte Stäbchen, die sie in ihre Nase steckte.

Sie habe einen milden Verlauf gehabt: Kopfschmerzen, Verlust des Geschmackssinns, Fieber bis 38 Grad, Schüttelfrost, allgemeine Schlappheit. Sechs Tage später habe sie keine Symptome mehr gehabt. Ihre größeren Kinder hätten sich selber entschieden, bei der Infektion mitzumachen. Die kleineren seien sowieso bei ihr gewesen, hätten also ohnehin in Quarantäne gehen müssen.

Scharfe Kritik von Ärzten

Diese Argumentation stößt bei der Ärztegesellschaft des Kantons Bern auf heftige Ablehnung, wie die Tamedia-Zeitungen weiter schreiben. «Wer solche Kuren anbietet, handelt medizinisch und gesellschaftlich höchst unverantwortlich», heißt es.

Schließlich lasse sich der Krankheitsverlauf bei einer Corona-Ansteckung nicht vorhersehen – ein Aufenthalt im Krankenhaus oder gar auf der Intensivstation sei auch bei einer absichtlichen Infektion möglich. «Es gibt keine sichere Ansteckung», bestätigt das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

«Auch Personen mit Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Immundefekten können geimpft werden», hält die Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie gegenüber den Tamedia-Zeitungen fest. Allergische Reaktionen nach der Impfung seien generell äußerst selten. Und selbst in diesen Fällen seien Zweitimpfung und Booster möglich.

(L'essentiel)

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