Konzert: Nach 20 Jahren besitzen «The Libertines» immer noch dieselbe Energie

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KonzertNach 20 Jahren besitzen «The Libertines» immer noch dieselbe Energie

LUXEMBURG – Die Tour zum 20-jährigen Jubiläum ihres Debütalbums führte die britische Band am Sonntag durch Luxemburg.

von
Joseph Gaulier
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Am Sonntagabend traten «The Libertines» im Atelier auf.

Am Sonntagabend traten «The Libertines» im Atelier auf.

Editpress/Tania Feller
Die Band wird weiterhin von dem Duo Pete Doherty/Carl Barât angeführt.

Die Band wird weiterhin von dem Duo Pete Doherty/Carl Barât angeführt.

Editpress/Tania Feller

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20 Jahre, das Alter der Jugend und der Unbeschwertheit. Diese Beschreibung passt immer noch auf die Band «The Libertines», die auf ihrer Tour zum 20-jährigen Jubiläum ihres ersten Albums «Up the bracket» auch im Atelier auftreten durfte. Zu diesem Anlass war der Saal in der Hauptstadt voll mit begeisterten Zuschauern. Sie feierten die Hits wie «Time for heroes» oder «Up the bracket», der dem ersten Album seinen Namen gab.

Der musikalische Plan der Rocker war einfach: «The Libertines» spielten alle Songs von «Up the bracket» in der bekannten Reihenfolge. Sie begannen mit «Vertigo» und spielten sich bis zum Ohrwurm «I get along» hoch. Nach einem ersten Abgang der Briten gab es natürlich eine Zugabe, nach der noch neun weitere Songs gespielt wurden, darunter die legendären «What became of the likely lads» und «Can't stand me now».

Selfies Tänze und ein Heiratsantrag

Drei Jahre nach ihrem ersten Auftritt in Luxemburg, im selben Saal, haben sich die beiden Sänger verändert. Carl Barât trägt seine Haare kürzer, während Pete Doherty ein paar Kilo zugenommen hat. Ansonsten behielten sie die gleiche Energie, wechselten sich am Mikrofon ab und zeigten eine eine Komplementarität in Bezug auf ihre Stimmfarbe. Sie kommunizierten viel mit dem Publikum, ließen es teilhaben und überreichten eine Baskenmütze, Blumen und vieles mehr. Das Publikum durfte sogar einem (angenommenen) Heiratsantrag beiwohnen, als zwei Fans auf die Bühne traten.

Zu den ersten Tönen von «You're my Waterloo» improvisierte Pete Doherty ein paar Tanzschritte, sehr zur Freude des Publikums. Die beiden «Enfants Terribles» der Rockmusik gaben auch eine A-cappella-Single zu «Music when the lights go out» zum Besten. Dann schnappte sich Carl Barât das Handy eines Zuschauers, um ein Selfie mit seinem Freund zu machen, bevor er das Gerät zurückgab. Der Schlagzeuger Gary Powell unterhielt sich vor der Zugabe mit einigen Zuschauern, während der Bassist John Hassall, der immer stoisch bleibt, eine Illustration des britischen Phlegmas lieferte. Die Musiker erwecken den Eindruck, dass sie genauso viel Spaß haben wie das Publikum. So kann es noch weitere 20 Jahre weitergehen.

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