ISS – Nach 340 Tagen im All zurück auf der Erde

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ISSNach 340 Tagen im All zurück auf der Erde

Nasa-Astronaut Scott Kelly und sein russischer Kollege Michail Kornienko verließen mit einer Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation.

Landen gemeinsam in Kasachstan: Scott Kelly (links) und Michail Kornienko. (21. Januar 2016)

Landen gemeinsam in Kasachstan: Scott Kelly (links) und Michail Kornienko. (21. Januar 2016)

Nasa

Der Nasa-Astronaut Scott Kelly hat wieder Erdboden unter den Füssen. Kelly und sein russischer Kollege Michail Kornijenko koppelten in der Nacht zum Mittwoch mit ihrer Sojus-Kapsel zunächst von der Internationalen Raumstation ISS ab. Rund dreieinhalb Stunden später landeten die drei Tonnen schwere Sojus in der kalten Steppe von Kasachstan. «Die frische Luft fühlt sich herrlich an», sagte Kelly nach dem Ausstieg aus der Kapsel. Zur Erde kehrte auch der russische Kosmonaut Sergej Wolkow zurück, der die Kapsel lenkte.

– Nasa (@Nasa) 2. März 2016

Kelly und Kornijenko hatten gemeinsam fast ein ganzes Jahr im Weltraum verbracht. Seit Beginn ihrer Mission im vergangenen März umrundete das Duo 5440 Mal die Erde. Wolkow war 182 Tage im All. Kelly ist der erste Nicht-Russe, der einen solch langen Non-Stop-Flug absolviert hat. Kellys Zeit im All ist mit 340 Tagen US-Rekord. Den längsten Einzelflug im Weltraum hat der Russe Waleri Poljakow absolviert. Er umkreiste 438 Tage lang die Erde.

Test als Reise zum Mars

Wissenschaftler hoffen auf mehr Astronauten für Missionen, die länger als ein Jahr dauern. Die sogenannte Jahresmission gilt als Test für eine Reise zum Mars in vielen Jahren.

Helfer trugen die Raumfahrer nach der Landung um 10:26 Uhr Ortszeit (5.26 Uhr MEZ) etwa 150 Kilometer südöstlich von Scheskasgan zu Klappstühlen, wo sie gut gelaunt und in Decken gehüllt in Kameras winkten. Durch den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sind ihre Muskeln geschwächt.

In dem Forschungslabor in der ISS leisten nun Juri Malentschenko (Russland), Timothy Kopra (USA) und Tim Peake (Großbritannien) Dienst. Am 19. März soll eine dreiköpfige Verstärkung zur Raumstation starten. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles 2011 das einzige Land, das bemannte Flüge zur ISS organisiert.

(L'essentiel/chk/dapd)

Landen gemeinsam in Kasachstan: Scott Kelly (links) und Michail Kornienko. (21. Januar 2016) (Bild: Nasa)

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