Emotional: Nach Anne Heches tragischem Tod meldet sich ihr Sohn zu Wort

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EmotionalNach Anne Heches tragischem Tod meldet sich ihr Sohn zu Wort

Vergangenen August verstarb Anne Heche nach einem schweren Autounfall. Am Dienstag wurden die Memoiren der Schauspielerin veröffentlicht und ihr gedenkt.

von
Salvatore Iuliano
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Anne Heche ist im Alter von 53 Jahren verstorben.

Anne Heche ist im Alter von 53 Jahren verstorben.

IMAGO/ZUMA Wire
Am 18. August wurde sie eingeäschert. 

Am 18. August wurde sie eingeäschert. 

REUTERS
Ihre letzte Ruhestätte fand die Schauspielerin am Hollywood Forever Cemetery. 

Ihre letzte Ruhestätte fand die Schauspielerin am Hollywood Forever Cemetery. 

REUTERS/Stephane Mahe

Am Dienstag kamen in Los Angeles Angehörige und Freunde der verstorbenen US-Schauspielerin Anne Heche zusammen. Grund dafür war eine Lesung ihrer jüngst veröffentlichten Memoiren «Call Me Anne». Mit dabei: Ihr Ex James Tupper und deren gemeinsamer Sohn Atlas. «Ich würde gerne sagen, dass es mir großartig geht, aber es war wirklich eine sehr, sehr schwierige Zeit. Mein Fokus lag darauf, Zeit mit meinem Jungen zu verbringen und mich um ihn zu kümmern», fasst Tupper die vergangenen Monate gegenüber dem «People»-Magazin zusammen. Wie der Schauspieler weiter berichtet, sei Trauer eine schwierige Sache. So habe es auch Momente gegeben, in denen er während des Autofahrens anhalten musste, weil er nach Heches Tod «so außer sich» gewesen sei.

Weiter beschreibt der 57-Jährige, mit dem die Schauspielerin von 2007 bis 2018 liiert war, den Verlust eines Elternteiles als sehr schmerzhaft. «Die ganze Welt wendet sich von innen nach außen, und ich denke, Kinder erleben Traumas auf eine Weise, die Erwachsene nicht tun. Erwachsene haben einen Kontext, um es einzuordnen, Kinder allerdings nicht. Sie wollen es begraben, es vergessen und weiterziehen.» Der Schauspieler ergänzt: «Ich habe meine Mutter auch verloren, als ich sehr, sehr jung war. Also verstehe ich irgendwie, was er durchmacht.» Doch er zeigt sich zuversichtlich und meint, dass sich «die Wellen» legen werden.

So verarbeitet Atlas den Tod seiner Mama

Auf die Frage hin, wie ihr 13-jähriger Sohn mit dem Verlust seiner Mutter fertig werde, erklärt Tupper: «Atlas hat mit Tennis angefangen. Er spielt etwa zwei bis drei Stunden am Tag, und ich denke, das schafft eine wirklich gute Balance.» Er fügte hinzu, dass Atlas «wirklich gute Freunde hat. Wenn wir also diese Dinge sorgfältig im Gleichgewicht halten, kommen wir so durch die Trauer.»

Der Teenager selbst äußerte sich ebenfalls nur kurz vor dem Event: «Meine Mama war die klügste Person, die ich je gekannt habe. Sie wusste immer, wie man ein Problem löst oder einem Freund hilft. Sie wusste immer das Richtige zu tun», schreibt der Teenager in einem Statement für «Los Angeles Inquisitor». Und weiter heißt es: «Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin oder wie sehr ich sie vermisse.»

Der tragische Unfall von Anne Heche

Am 5. August war die 53-Jährige in einem Viertel im Westen von Los Angeles mit ihrem Auto in hohem Tempo in ein Haus gerast. Dabei brach ein Feuer aus, als die Schwerverletzte dort eingeklemmt im Wagen sass. Heche kam mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus. Vier Tage danach wurde bekannt, dass die «Ally McBeal»-Nebendarstellerin im Koma liegt und kurz darauf für hirntot erklärt worden ist. Mitte August wurden die lebenserhaltenden Geräte schliesslich abgeschaltet. Als offizielle Todesursache wurde durch die Behörden eine Rauchvergiftung genannt.

Hast du das Drama um Anne Heche mitverfolgt?

Heche zählte in den späten 90er-Jahren zu den größten Hollywoodstars. Im Krimidrama «Donnie Brasco» spielte sie an der Seite von Johnny Depp, in «Sechs Tage, sieben Nächte» stand sie mit Harrison Ford vor der Kamera. Bekannt ist sie auch aus TV-Serien wie «Chicago P.D.» und «Ally McBeal». In ihren Memoiren aus dem Jahr 2001 thematisierte die Schauspielerin ihre jahrelangen Kämpfe mit psychischen Problemen und eine von Misshandlungen geprägte Kindheit.

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