Überschwemmungen – Nach dem Wasser kommt die Rechnung

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ÜberschwemmungenNach dem Wasser kommt die Rechnung

LUXEMBURG - Die Lage an den Flüssen im Land entspannt sich. Nun ist es an der Zeit, eine Bilanz des Hochwassers zu ziehen. Nicht nur Materialschäden verursachten hohe Kosten.

Das Hochwasser hat in Luxemburg wie hier in Eischen enorme Schäden verursacht.

Das Hochwasser hat in Luxemburg wie hier in Eischen enorme Schäden verursacht.

Leserreporter/ Roberto Araujo

«Zum Glück arbeiten unsere Männer ehrenamtlich, denn mehr als hundert Helfer waren stundenlang im Einsatz, um gegen das Hochwasser anzukämpfen», berichtet Guy Bley von der Rettungsdienst-Verwaltung. «Wenn wir sie bezahlen müssten, bekämen wir eine dicke Rechnung.» Die größte Summe sei für die Sandsäcke draufgegangen, so Bley. 12 000 wurden davon verteilt. Die Kosten liegen bei 8 000 Euro.

Die Gemeinden machen ebenfalls die Rechnung auf. «Unsere Staudämme haben das Wasser gehalten», sagt Hauptstadtschöffin Simone Beissel. Doch nicht nur um materielle Schäden sorgen sich die Beamten nach dem Hochwasser der vergangenen Tage. Überstunden häufen sich bei den Einsatzkräften, die ohnehin schon während der Schneefälle vor Weihnachten verstärkt im Einsatz waren.

Staatliche Hilfen für Privatleute

In Mersch warten die Beamten, bis sich das Wasser vom Fußballplatz zurückzieht, um die Schäden zu beziffern. In Diekirch wurde am Montag ein Treffen organisiert, um die Kosten für die Hochwasser-Schäden einzuschätzen.

Privatpersonen können sich bei Schäden an den Staat wenden. Dafür stellt die Regierung einen speziellen Kredit zur Verfügung. Allerdings ist er nur für Bürger mit niedrigem Einkommen gedacht.

(L'essentiel online/sg)

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