Luxemburg – Nach drei langen Stunden Warten endlich geimpft
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LuxemburgNach drei langen Stunden Warten endlich geimpft

LUXEMBURG-STADT – Die Pop-up-Impfzentren in der Hauptstadt werden gestürmt. Ob für die Arbeit oder, um in der Freizeit keine Einschränkungen mehr hinnehmen zu müssen.

Die Warteschlange für eine Impfung war wieder lang.

Die Warteschlange für eine Impfung war wieder lang.

L'essentiel/Vincent Lescaut

Um 14.30 Uhr kam Isabelle aufgeregt aus dem Pop-up-Impfzentrum in der Groussgaass. Mehr als drei Stunden hatte sie zuvor – wie viele andere Menschen – dem Wind und Regenwetter getrotzt, um sich impfen zu lassen.
«Ich war für die dritte Dosis hier, weil ich tun und lassen will, was ich will», sagte sie, «aber man kann ohne Test nicht mehr ins Restaurant oder ins Kino gehen. Ich bin wütend, dass ich trotz zweier Dosen nun Einschränkungen hinnehmen muss.»

Auch am Dienstag wurden die Pop-up-Impfzentren in der Hauptstadt gestürmt. Aufgrund der verschärften Maßnahmen versuchen viele Luxemburger, sich impfen zu lassen oder sich die Booster-Impfung abzuholen – offenbar kein leichtes Unterfangen. «Es war nicht möglich, in den Zentren einen Termin vor Mitte Januar zu vereinbaren. Und viele Ärzte sind im Urlaub», sagt Isabelle.

«Ich versuche zum dritten Mal, mich impfen zu lassen»

Und sie ist nicht die einzige, die Probleme hat, sich impfen zu lassen. «Ich versuche jetzt schon zum dritten Mal, mich impfen zu lassen», erzählt Chloé, «am 24. in Kirchberg haben sie die Schlange eine Stunde vorher geschlossen und am Montag in der Cloche d'Or war nach einer Dreiviertelstunde alles ausgebucht war.» Nun habe sie wieder dreieinhalb Stunden gewartet, um ihre dritte Dosis zu bekommen, bevor sie zum Studieren nach Deutschland zurückkehrt. «Das sind drei vergeudete Urlaubstage».

«Ich möchte die Feiertage genießen können, ohne mit Tests belästigt zu werden», sagt Michaël. Christiane konnte ihre Wut über die fehlenden Impfmöglichkeiten nicht verbergen: «Diese Maßnahmen kamen zu schnell. Ich konnte meinen Booster nicht vorher machen. Ich versuche es seit zwei Tagen und kann keinen Termin bekommen, also stehe ich in der Schlange.» Krichen hingegen wartete auf seine zweite Dosis, damit er nach dem 15. Januar zur Arbeit gehen kann. «Der Arzt kam heraus und erklärte, dass man für die dritte Dosis normalerweise einen Termin in einem anderen Zentrum vereinbaren müsse. Hier haben die erste und zweite Dosis Vorrang, dennoch warten die meisten Leute auf die dritte Dosis.»

Einige kamen sogar aus dem Ausland. «Ich habe zwei Dosen in Belgien bekommen und war Ende Januar für die dritte Dosis eingeladen. Aber ich arbeite hier, da hatte ich keine Lust zu warten», gibt Kevin zu. Doch auch er musste sich bei Wind und Wetter in die lange Warteschlange einreihen.

(Nicolas Martin/ L'essentiel)

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