Nach Rückrufdrohung: Apple aktualisiert iPhone 12 in Frankreich

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Nach RückrufdrohungApple aktualisiert iPhone 12 in Frankreich

Der US-Konzern Apple hat ein Software-Update für französische Nutzer des iPhone 12 angekündigt. Staatliche Aufseher hatten überhöhte Strahlungswerte gemessen - und einen Verkaufsstopp angeordnet.

ARCHIV - 23.10.2020, USA, New York: Ein iPhone 12 (l) und ein iPhone 12 Pro stehen in einem Apple Store auf einem Tisch. (zu dpa "Nach Rückrufdrohung: Apple aktualisiert iPhone 12 in Frankreich") Foto: -/kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die ANFR ließ 141 Telefone in einem Labor darauf untersuchen, wie viel elektromagnetische Strahlung der Körper bei ihrem Betrieb aufnehme.

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Apple wird nach der Rückruf-Drohung für sein iPhone 12 in Frankreich die Software des Geräts in dem Land anpassen. Zugleich betonte der Konzern, dass die von einer Aufsichtsbehörde ermittelte Überschreitung von Grenzwerten für elektromagnetische Strahlung auf deren «spezielles Testprotokoll» zurückgehe. Das Update solle die Testmethode berücksichten und sei nicht von Sicherheitsbedenken ausgelöst worden, teilte Apple am Freitag mit. International sei anerkannt, dass das iPhone 12 alle Grenzwerte erfülle.

Die französische Behörde Agence nationale des fréquences (ANFR) hatte am Dienstag angeordnet, dass Geräte des drei Jahre alten Modells aus den Verkaufskanälen entfernt werden müssten. Wenn Apple die Werte nicht «so schnell wie möglich» mit einem Update korrigiere, müssten auch die in Frankreich im Umlauf befindlichen Geräte zurückgerufen werden, hieß es.

Die ANFR ließ 141 Telefone in einem Labor darauf untersuchen, wie viel elektromagnetische Strahlung der Körper bei ihrem Betrieb aufnehme. Dabei sei festgestellt worden, dass beim iPhone 12 der Grenzwert für unmittelbaren Körperkontakt – etwa in der Hand oder in der Hosentasche – überschritten werde. Statt der maximal erlaubten 4 Watt pro Kilogramm seien es 5,74 Watt pro Kilogramm gewesen.

Den Grenzwert von zwei Watt pro Kilogramm für Strahlungswerte bei einem Abstand von fünf Millimetern zum Körper habe das iPhone 12 hingegen eingehalten, schrieb die ANFR. Er gilt für Situationen, in denen ein Telefon etwa in einer Jacke oder Tasche getragen wird.

Im Großherzogtum ist das Institut für Normung, Zulassung, Sicherheit und Qualität von Produkten und Dienstleistungen (ILNAS) für das Thema zuständig. Ein Sprecher sagte am Donnerstag, dass das Verfahren in Frankreich eine Leitfunktion für Europa insgesamt habe. Die Luxemburger Behörde sei mittlerweile informiert und verfolgt nach eigenen Angaben die Lage.

(Deutsche Presse-Agentur GmbH)

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