Echternacher Strecke – Nach Unfall - Bausch senkt Tempolimit auf N 11
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Echternacher StreckeNach Unfall - Bausch senkt Tempolimit auf N 11

LUXEMBURG - 90 statt 110 km/h: Der Transportminister reagiert auf den tödlichen Verkehrsunfall am Mittwoch mit einer Senkung der Geschwindigkeitsgrenze.

Die Politik reagiert nach dem Aufschrei von Bürgern und der Sécurité Routière: Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Mittwoch mit drei Toten soll auf der gesamten Nationalstraße 11 zwischen Luxemburg und Echternach ein neues Tempolimit von 90 (statt bisher 110 km/h) eingerichtet werden. Das bestätigte Verkehrsminister François Bausch gegenüber L'essentiel. Die Änderung werde aber erst in einigen Wochen erfolgen, weil die Schilder noch aufgestellt und ein ministerieller Erlass verfasst werden müssen. Wie Bausch weiter ausführte, werde auch eine Radarfalle auf der Strecke wie bereits vorgesehen eingerichtet.

Seit Anfang des Jahres hat es auf den Straßen im Großherzogtum bereits 24 Tote gegeben, vier davon kamen auf der N 11 ums Leben. Bei dem Unfall am Mittwoch hatte ein junger Autofahrer bei Nässe zu einem riskanten Überholmanöver angesetzt und war danach in den Gegenverkehr gekracht. Der Fahrer und zwei weitere Unfallbeteiligte ließen bei dem Unfall ihr Leben. Der Verein Sécurité Routière beklagte daraufhin, dass das Tempolimit auf der Echternacher Strecke schon früher hätte gesenkt werden müssen. Das Ministerium entgegnete, dass derzeit alle Tempolimits auf den Straßen im Luxemburg neu überprüft würden. So wurden etwa bei der gefährlichen Kreuzung in Schlammestee Entschärfungsmaßnahmen umgesetzt.

(jt/jg/L'essentiel)

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