In Luxemburg – «Nachtclubs werden in der Krise vergessen»

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In Luxemburg«Nachtclubs werden in der Krise vergessen»

LUXEMBURG – Anders als Restaurants und Cafés durften die Diskotheken im Großherzogtum noch nicht wieder öffnen. Die Inhaber fühlen sich vernachlässigt.

AFP/Die Nachtclubs bleiben in Luxemburg weiterhin geschlossen.

Während die Cafés und Restaurants Luxemburgs wieder zum Leben erwacht sind, bleibt es auf den Tanzflächen des Landes dunkel. «Wir zwingen uns den Entscheidungsträgern nicht genug auf. Wir sind in dieser Krise die Vergessenen», sagt Megane Solin, Managerin des Nachtclubs Lenox im hauptstädtischen Bahnhofsviertel.

Während des Lockdown wird in ihrem Club, wie in vielen anderen Unternehmen auch, Kurzarbeit geleistet. Die Soforthilfe ist bereits angekommen. «Die Regierung hat den Ladenbesitzern relativ schnell geholfen. Aber wir sind nich immer in einer schwierigen Situation. Wir zahlen weiterhin für Miete, Darlehen und andere laufende Kosten. Wir konnten durch die Soforthilfe zwar einen Teil davon abdecken, aber die Schulden werden größer», sagt Jonathan Engel, Geschäftsführer des White Luxembourg in Foetz.

Edvin Huremovic, Inhaber des M Clubs in Hollerich, hofft auf eine baldige Wiedereröffnung: «Die Leute vermissen das Gefühl, das die Clubs ihnen bieten. Ich glaube, dass die Hygienevorschriften auch in Nachtclubs respektiert werden. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir wieder im September starten können.»

(Séverine Goffin und Cédric Botzung/L'essentiel)

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