Frankfurt/Main – Nachtflugverbot: Hahn als Alternative?

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Frankfurt/MainNachtflugverbot: Hahn als Alternative?

Auf den größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main kommt ein dauerhaftes Nachtflugverbot zu. Die Betreiber des Flughafens Hahn sehen Chancen als Alternativstandort.

Reger Betrieb herrscht in der Nacht zum 15.04.2011 auf dem Flughafen von Frankfurt am Main. Auf den größten deutschen Flughafen in Frankfurt kommt ein dauerhaftes Nachtflugverbot zu.

Reger Betrieb herrscht in der Nacht zum 15.04.2011 auf dem Flughafen von Frankfurt am Main. Auf den größten deutschen Flughafen in Frankfurt kommt ein dauerhaftes Nachtflugverbot zu.

DPA

Auf den größten deutschen Flughafen in Frankfurt/Main kommt ein dauerhaftes Nachtflugverbot zu. Das deutsche Bundesverwaltungsgericht in Leipzig kippte am Mittwoch die vom Land Hessen ursprünglich genehmigte Regelung der Nachtflüge.

Erlaubt hatte das Land durchschnittlich 17 Starts und Landungen pro Nacht zwischen 23.00 und 5.00 Uhr. Gleichzeitig erklärten die Richter in dem Urteil den Flughafenausbau insgesamt für zulässig.
Bereits der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatte die vorgesehene Regelung für Nachtflüge in Frankfurt beanstandet. Diese Entscheidung wurde nun vom obersten deutschen Verwaltungsgericht bestätigt.

Hahn wirbt für sich als Alternative

Die Betreiber der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH sehen das Leipziger Urteil als Chance für den Standort in der Eifel: «Viele Fluggesellschaften in Frankfurt sind jetzt in der Situation, dass sie neue Lösungen finden und alternative Modelle entwickeln müssen. Wir bekräftigen daher unser Angebot, Frankfurt zu entlasten und Verkehre zu übernehmen,» so Jörg Schumacher, Sprecher der Geschäftsführung in Hahn.

Schon jetzt verknüpfen Fluggesellschaften - wie beispielsweise Aeroflot und Etihad Crystal Cargo - die Infrastruktur der benachbarten Standorte miteinander: So hat die Aeroflot-Fracht seit zehn Jahren ihren Hub am Hahn, Passagierflüge hingegen werden über Frankfurt/Main abgewickelt. Etihad nutzt für die Fracht seit 2007 die kurzen Wege am Hahn und befördert die Passagiere über Frankfurt/Main.

Unterstützung aus Politik und Bevölkerung

Noch gibt es laut Betreibergesellschaft freie Kapazitäten in Hahn. Fertige Pläne für eine Erweiterung lägenbereits in der Schublade: Mit einem entsprechenden Ausbau bestehe die Möglichkeit, das Gesamtgeschäft am Hahn mittelfristig zu vervierfachen.

Die Betreiber sind sich zudem sicher, bei einem Ausbau auf eine breite Unterstützung sowohl seitens der rheinland-pfälzischen Landesregierung, wie auch der Bevölkrung zu stoßen.

(L'essentiel Online/dpa/mth)

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