Gewerkschaften – Nächste Runde im Poker um den Cargolux-Vertrag

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GewerkschaftenNächste Runde im Poker um den Cargolux-Vertrag

LUXEMBURG - In Sachen Kollektivvertrag bei Cargolux wagt der OGBL einen Vorstoß: Er will das Papier unterschreiben, ohne dass der LCGB mit im Boot ist.

Wie und welchen neuen Tarifvertrag die Beschäftigten bei Cargolux bekommen, ist noch unklar.

Wie und welchen neuen Tarifvertrag die Beschäftigten bei Cargolux bekommen, ist noch unklar.

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Die Spaltung zwischen den Gewerkschaften vertieft sich im Fall Cargolux weiter. Der derzeitige Kollektivvertrag läuft 1. Dezember aus – der OGBL kann sich vorstellen, einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Eine Möglichkeit, die der LCGB kategorisch ablehnt. «Es wäre nicht optimal, aber wir ziehen das als letzte Möglichkeit in Betracht», sagt OGBL-Generalsekretär Hubert Hollerich. «Wir haben die Mehrheit in der Betriebsversammlung – also können wir das.»

Auch wenn man in Betracht zieht, dass die Allianzen in der Betriebsversammlung in der Vergangenheit eher dem großen Gewerkschaftsbund beistanden, betont LCGB-Sekretär Aloyse Kapweiler, dass der OGBL laut einer Regelung der Arbeitsinspektion ITM nicht die Möglichkeit hat, dieses Vorgehen durchzusetzen. «Wenn sie ohne uns unterzeichnen, wird sich das Arbeitsministerium auf die Ergebnisse der Wahlen berufen, in denen die LCGB 6064 Stimmen bekommen hat – und der OGBL 5626. Sie können den Kollektivvertrag nicht verabschieden.»

Ein Kollektivvertrag, den sich der LCGB weigert zu unterschreiben, bis es keine Garantien für eine Limitierung der Verlegung von Flugzeugen zu Cargolux Italia gibt. Für den OGBL ist dieses Thema eine andere Baustelle als der Kollektivvertrag. Die LCGB bereitet sich schon auf mögliche Gewerkschaftsaktionen vor, in dem sie ihre Mitglieder konsultiert. «Wenn es keine Vereinbarung gibt, gibt es keinen sozialen Frieden», sagt Aloyse Kapweiler.

(L'essentiel)

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