«James Webb»-Teleskop: Nasa veröffentlicht fünf spektakuläre Farbaufnahmen unseres Universums 

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«James Webb»-TeleskopNasa veröffentlicht fünf spektakuläre Farbaufnahmen unseres Universums 

Am Dienstag zeigte die Nasa weitere spektakuläre Bilder des James Webb Teleskops. Am Montag hatte sie bereits die «tiefste und schärfste bislang aufgenommene Infrarot-Sicht auf das Universum», veröffentlicht.

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Am Dienstag hat die Nasa vier weitere Bilder des James Webb Teleskops veröffentlicht. Dieses Bild zeigt einen planetaren Nebel. 

Am Dienstag hat die Nasa vier weitere Bilder des James Webb Teleskops veröffentlicht. Dieses Bild zeigt einen planetaren Nebel. 

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Auf diesem Bild ist «Stephan’s Quintet» zu sehen, eine Gruppe von fünf Galaxien.

Auf diesem Bild ist «Stephan’s Quintet» zu sehen, eine Gruppe von fünf Galaxien.

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Auch dieses Bild zeigt eine Gruppe von fünf Galaxien.

Auch dieses Bild zeigt eine Gruppe von fünf Galaxien.

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Gemeinsam mit US-Präsident Joe Biden und dessen Vize Kamala Harris hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa das erste vom Weltraumteleskop «James Webb» aufgenommene Bild präsentiert. Biden sprach von einem «historischen Tag», Harris von einem «aufregenden neuen Kapital in der Erforschung unseres Universums».  Die Veröffentlichung der Bilder markiert laut Nasa auch den offiziellen Beginn der wissenschaftlichen Arbeit mit dem bislang größten und leistungsfähigsten Teleskop, das je ins All gebracht wurde.

Am Dienstag veröffentlichte die Nasa weitere von dem Teleskop aufgenommene Bilder. Die Farbbilder seien von Vertretern und Vertreterinnen verschiedener an dem Projekt beteiligter Raumfahrtagenturen ausgewählt worden und zeigten unter anderem den sogenannten Carinanebel, eine Art Gaswolke, und den außerhalb unseres Sonnensystems gelegenen Planeten «Wasp-96 b», hatte die Nasa zuvor mitgeteilt.

Bilder zeigen Wasser auf dem Gasplaneten «Wasp-96 b»

Die ersten Aufnahmen des vor rund einem halben Jahr ins All gestarteten «James Webb»-Teleskops haben die bislang tiefsten und detailreichsten Einblicke in den Weltraum geliefert. Nun folgten am Dienstag vier weitere Bilder. Das erste von ihnen ist eine Grafik. Sie zeigt, dass das Teleskop eindeutige Anzeichen von Wasser auf dem außerhalb unseres Sonnensystems gelegenen Gasplaneten «Wasp-96 b» fand. Es gebe Hinweise auf Wolken und Nebel in der Atmosphäre, teilte die Nasa mit. Diese Beobachtung sei die bislang genaueste ihrer Art und zeige die beispiellose Fähigkeit des Teleskops, Atmosphären zu untersuchen, die Hunderte Lichtjahre entfernt sind.

Planetare Nebel und Galaxien-Gruppen

Aufnahmen von zwei verschiedenen Infrarot-Kameras zeigen auf dem nächsten Bild bislang unbekannte Details des Südlichen Ringnebels (NGC 3132), der 2500 Lichtjahre von uns entfernt ist. Solche planetaren Nebel bestehen aus Gas und Staub, die verlöschende Sterne auswerfen. Bei NGC 3132 beeinflusst das Zusammenspiel von zwei Sternen das Aussehen des Nebels.

Eine weitere Aufnahme zeigt «Stephan’s Quintet», eine Gruppe von fünf Galaxien. «Dieses riesige Mosaik ist die größte Aufnahme von Webb bislang», wie die Nasa mitteilt. Das Bild ist aus fast 1000 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Es zeigt einen Abschnitt des Universums, der von der Erde aus gesehen etwa einem Fünftel der Fläche des Mondes entspricht. Es sind unter anderem funkelnde Cluster aus Millionen junger Sterne und gerade entstehender Sterne zu sehen. Die letzte Veröffentlichung gibt einen Einblick in den «Carinanebel». Es zeigt die relativ junge Region «NGC 3324», in der sich Sterne bilden.

Das größte und leistungsfähigste Teleskop, das je ins All gebracht wurde

«James Webb» war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen des Teleskops unter anderem Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren. Das «James Webb» wurde rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete etwa zehn Milliarden Dollar. Es folgt auf das Teleskop «Hubble», das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. 

(DPA/sys)

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