Schlechtes Vorbild – Nationaltrainer prügelt sich auf Tribüne

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Schlechtes VorbildNationaltrainer prügelt sich auf Tribüne

Paulo Wanchope auf Abwegen: Der costa-ricanische Fußballgott fordert einen Sicherheitsmann zum Kampf heraus. Nun ist er seinen Job los.

Fußballfans dürfte Paulo Wanchope ein Begriff sein. Der Costa-Ricaner, der jahrelang in der englischen Premier League spielte, war vor nicht allzu langer Zeit der Star im Nationalteam. Seinen größten Auftritt hatte er an der WM 2006, als er beim 2:4 im Eröffnungsspiel gegen Deutschland die beiden Tore für die Mittelamerikaner erzielte. Inzwischen ist er Nationaltrainer in seiner Heimat – und bei weitem nicht mehr so treffsicher wie einst als Goalgetter.

Am Dienstagabend verfolgte der 39-Jährige in Panama-Stadt das Spiel zwischen den U23-Teams von Panama und Costa Rica, die mit einem 0:0 in die erste Qualifikationsphase von Nord-, Mittelamerika und der Karibik für Rio 2016 starteten. Nach dem Abpfiff legte sich Wanchope – Körpergröße 1,93 Meter – mit einem Ordner an. Womit er wohl nicht gerechnet hatte: Der deutlich kleinere Kontrahent ließ ihn im Handgemenge relativ alt aussehen.

Wanchope, mit 45 Treffern Rekordtorschütze seines Landes, hatte das Amt des A-Nationaltrainers erst im Februar übernommen. Nun zog er die Konsequenzen aus dem unschönen Vorfall. Wie der costa-ricanische Verband mitteilte, legte der Volksheld nach einem Treffen mit den Funktionären sein Amt nieder.

(L'essentiel/kai)

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