Luxemburg: Naturmuseum führt durch die 72 Jahreszeiten Japans

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LuxemburgNaturmuseum führt durch die 72 Jahreszeiten Japans

LUXEMBURG – Im Nationalmuseum für Naturgeschichte läuft momentan eine Ausstellung über die 72 Jahreszeiten Japans – eine Reise auf die andere Seite der Erde.

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jw/L'essentiel
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Momentan und bis zum 28. August läuft im Nationalmuseum für Naturgeschichte eine Ausstellung über die Jahreszeiten Japans.

Momentan und bis zum 28. August läuft im Nationalmuseum für Naturgeschichte eine Ausstellung über die Jahreszeiten Japans.

MNHN
«Shizen» weist auf ein Konzept hin, wobei der Mensch nicht über der Natur, sondern untrennbar mit der Natur in Verbindung steht.

«Shizen» weist auf ein Konzept hin, wobei der Mensch nicht über der Natur, sondern untrennbar mit der Natur in Verbindung steht.

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Die Japaner haben den Jahreskalendar in 72 Mikrojahreszeiten unterteilt.

Die Japaner haben den Jahreskalendar in 72 Mikrojahreszeiten unterteilt.

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Noch bis zum 28. August läuft im Nationalmuseum für Naturgeschichte in Luxemburg die Ausstellung «Spirit of Shizen, Japan’s nature through ist 72 seasons». «Das japanische Wort «Shizen» bedeutet «Natur» und verweist darauf, dass der Mensch mit der Natur untrennbar verbunden ist», erklärt der Kurator der Ausstellung, Robert Weis. «Da ich nicht nach Japan reisen konnte, dachte ich, dass ich Japan nach Luxemburg bringen», sagt er.

In Japan gibt es zwar auch die vier üblichen Jahreszeiten, darüber hinaus haben die Japaner den Jahreskalender in 72 Mikrojahreszeiten unterteilt. Diese Zahl entspricht der Anzahl kleiner Änderungen, die in der Natur zu beobachten sind: Die Sakura-Saison – Kirschenblütezeit – ist ein vielen bekanntes Bild. Weniger bekannt hingegen sind die Pflaumenblüte, der Gesang gewisser Vogelarten und der Frösche. «Die Japaner haben beobachtet, dass es etwa alle fünf Tage eine kleine Änderung in der Natur gibt», erklärt Weis.

Tee und Ramen-Suppe

Die Ausstellung folgt der Jahreschronologie und fängt mit der Pflaumenblüte an. Dabei werden verschiedene naturverbundene Aspekte der japanischen Kultur in den Vordergrund gestellt – unter anderem einen Bonsai aus der Sammlung von Robert Weis – er ist in einem Bonsai-Verein. Weiter gibt es atemberaubende Panoramabilder von William Corey, von einem Brüsseler Museum ausgeliehene Grafiken ergänzen die Ausstellung. Auch die japanische Teezeremonie gehört natürlich dazu, wobei der bittere Geschmack des Matcha-Tees mit saisonalen Süßigkeiten abgemildert wird.

Das komplette Programm sowie weitere Details befinden sich auf der Homepage des MNHN.

Bild aus dem Film «The Seasonal Beauty of Kyoto» von Felicity Tillack.

Bild aus dem Film «The Seasonal Beauty of Kyoto» von Felicity Tillack.

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