Großkatze: Nepal hat seine wilde Tigerpopulation fast verdreifacht

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GroßkatzeNepal hat seine wilde Tigerpopulation fast verdreifacht

In Nepal leben immer mehr wilde Tiger. Zuletzt wurden 355 Tiere gezählt. Das ist fast doppelt so viel wie vor 13 Jahren.

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Ein Tiger läuft in eine Fotofalle im Bardia-Nationalpark in Nepal.

Ein Tiger läuft in eine Fotofalle im Bardia-Nationalpark in Nepal.

AFP
355 Tiger leben in freier Wildbahn in Nepal.

355 Tiger leben in freier Wildbahn in Nepal.

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Die Großkatzen sind vom Aussterben bedroht.

Die Großkatzen sind vom Aussterben bedroht.

imago images/YAY Images

Nepal hat seine Population frei lebender Tiger nach offiziellen Angaben in rund einem Jahrzehnt fast verdreifacht. Nach der neusten Zählung gebe es 355 Tiger in freier Wildbahn in dem Land im Himalaya, teilte Nepals Behörde für Nationalparks und Artenschutz bei einer Veranstaltung zum Welttigertag an diesem Freitag mit. Im Jahr 2009 seien es lediglich 121 Tiger gewesen. Die Großkatzen sind vom Aussterben bedroht, doch langsam nimmt auch ihre weltweite Zahl laut Umweltstiftung WWF wieder zu.

«Wenn lokale Gemeinden, Regierungen und Naturschutzorganisationen an einem Strang ziehen, dann gelingt der Schutz des Tigers vor dem Aussterben», sagte Michael Zika, Asien-Experte beim WWF Deutschland. Aber: «So sehr uns die neuen Zahlen aus Nepal freuen, bleibt die größte Katze der Welt eine stark bedrohte Art.»

3000 Tiere in Indien

Mit den nun veröffentlichten Resultaten erreichte Nepal ein Ziel, das sich Tiger-Staaten in Südasien, Südostasien, Russland und China vor zwölf Jahren in St. Petersburg gesetzt hatten: Die Tigerzahl bis zum chinesischen «Jahr des Tigers» 2022 zu verdoppeln. Nepal habe dieses Ziel nach Indien als zweites Land erreicht, sagte ein WWF-Sprecher. In Indien lebten mit Abstand am meisten Tiger, rund 3000 Tiere.

Nepal habe seine Tiger sowohl im Jahr 2009 als auch im Jahr 2022 mit 1000 Kamerafallen im Lebensraum der Tiere über je einen Zeitraum von rund fünf Monaten mit der gleichen Zählmethode gezählt, sagte Tigerexperte Chiran Pokharel von Nepals Behörde für Nationalparks und Artenschutz, der bei der neusten Zählung involviert war.

(L'essentiel/DPA/fur)

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