Teamchef-Meeting: Nerven liegen blank – Mercedes-Boss «flippt total aus»

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Teamchef-MeetingNerven liegen blank – Mercedes-Boss «flippt total aus»

In Montreal kam es vor dem GP am Sonntag zu einem Teamchef-Meeting. Dabei sollen die Gemüter überhitzt haben, Hauptgrund war wohl das Bouncing. 

von
Adrian Hunziker
Mercedes-Chef Toto Wolff ist laut Zeugenaussagen an einem Teamchef-Meeting explodiert.

Mercedes-Chef Toto Wolff ist laut Zeugenaussagen an einem Teamchef-Meeting explodiert.

IMAGO/Beautiful Sports

Nein, Toto Wolff ist aktuell um seinen Job nicht zu beneiden. Der Mercedes-Chef befindet sich alles andere als in einer Wohlfühloase – und das gleich aus mehreren Gründen. So läuft es seinen Fahrern in der laufenden Formel-1-Saison mehr schlecht als recht. Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat im Kampf um einen weiteren WM-Titel gegen Red Bull und Ferrari keine Chance. George Russell fährt zwar beständig in die Top Five, aber ein Sieg lag bisher nicht drin. 

Das größte Problem ist aber der Bolide. Kein anderes Team hat so mit dem als Bouncing bezeichneten Hüpfen auf Geraden zu kämpfen. In Baku beschwerte sich Hamilton lautstark via Boxenfunk über Schmerzen – «mein Rücken tötet mich». Wolff selber entschuldigte sich nach dem Rennen bei seinem Star: «Wir alle wissen, dass das im Moment ein bisschen eine Sch***kiste zum Fahren ist. Tut mir leid wegen des Rückens.»

Wolff wittert Verschwörung

Nun zeigte sich, dass bei Wolff die Nerven blank liegen. Bei einem Teamchef-Meeting in Montreal am Samstag vor dem GP explodierte der 50-jährige Österreicher. Laut Zeugenaussagen soll Wolff «total ausgeflippt sein», wie Dailymail.co.uk berichtet. Das Thema war natürlich wieder das Bouncing. Wolff forderte wiederholt eine Regeländerung wegen des Problems, Red-Bull-Teamchef Christian Horner hielt dagegen, es kam zu hitzigen Diskussionen.

Ferrari-Boss Mattia Binotto war ebenfalls nicht mit Wolff einig, der Italiener meinte, der Österreicher fordere die Regeländerung nur, weil Mercedes 2021 die WM mit seinem Wagen nicht gewinnen konnte. Wolff hingegen wittert eine Verschwörung gegen Mercedes, er sagte: «Diese Situation ist eindeutig zu weit gegangen. Es gibt Teamchefs, die versuchen, politische Spielchen zu spielen, das ist unaufrichtig. Alle Autos, nicht nur Mercedes, haben in Baku in irgendeiner Weise gelitten.» Eine Lösung scheint aktuell keine in Sicht. So verspricht auch der GP Kanada in Montreal nicht nur Spannung, sondern auch wieder hüpfende Boliden und leidende Fahrer.   

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