Umbau – Neue Emissionen aus Cattenom «beunruhigen»
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UmbauNeue Emissionen aus Cattenom «beunruhigen»

CATTENOM - In der grenznahen Atomanlage in Lothringen sorgen neue Installationen für neue chemische Verunreinigungen. Luxemburgs Regierung ist «besorgt».

Mitte Juni hatten bei Déi Gréng die Alarmglocken geläutet: «Die Atomanlage in Cattenom bereitet heimlich Veränderungen bei den Emissionen in Wasser und Luft vor», hieß es in einer Mitteilung. Tatsächlich hat die französische Atombehörde grünes Licht für eine Umwandlung gegeben. Demnach werden im lothringischen AKW tausende Kondensierungsrohre ausgetauscht. Waren diese bisher aus Messing gefertigt, so bestehen sie künftig aus Titan. Damit soll der Kupfer- und Zink-Ausstoß drastisch gesenkt werden. Im Gegenzug muss jedoch intensiv Chlor eingesetzt werden.

Auf Anfrage von Déi Gréng hat nun am Donnerstag Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo (LSAP) Stellung zu den Neuerungen in Cattenom genommen. Die Veränderungen bei den Emissionen seien Thema eines Gesprächs mit dem Präfekten aus Lothringen in der vergangenen Woche gewesen, wie Bartolomeo erklärte. «Wir sind besorgt. Jeglicher Ausstoß, ob chemisch oder atomar, beunruhigt uns. Unsere Experten werden dazu bis zum 15. Juli gemeinsam mit der französischen Atombehörde eine Stellungnahme formulieren.»

Die beste Vorsorge? «Atomanlage stillegen»

Die Katastrophen-Übung in Cattenom in der vergangenen Woche habe den Minister nach eigenen Angaben zufrieden gestellt: «Wir werden uns nicht verstecken, Cattenom ist da und es ist immer gut, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein», so Bartolomeo. Aber die beste Vorsorge bleibe «die Atomanlage stillzulegen».

In den vergangenen Wochen hatten sich die Zwischenfälle in der grenznähen Atomanlage gehäuft. So war bei Wartungsarbeiten am Reaktorblock 4 des Atommeilers ein schwerwiegender Konfigurationsfehler festgestellt wurde. Am 7. Juni war in einem Transformator außerhalb des Reaktortrakts im Block 1 ein Brand ausgebrochen. Der Reaktor ist seitdem vom Netz. Nur wenige Tage später kam es zu einem weiteren Störfall im Block drei.

(MC/L'essentiel Online)

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