«Popcorn Time» – Neue Online-Videothek: Chic, aber illegal

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«Popcorn Time»Neue Online-Videothek: Chic, aber illegal

Ein neuer Internetdienst verspricht, was sich viele wünschen: Kinofilme in guter Qualität und ohne Werbung. Der Haken: «Popcorn Time» ist illegal.

Mit der Software «Popcorn Time» können Nutzer kostenlos Filme in HD-Qualität schauen. Legal ist das aber nicht.

Mit der Software «Popcorn Time» können Nutzer kostenlos Filme in HD-Qualität schauen. Legal ist das aber nicht.

Popcorn Time

Auch wenn die rechtliche Situation für die Nutzer in vielen Ländern nach wie vor nicht endgültig geklärt ist, gibt es wohl kaum einen jungen Menschen, der nicht schon einmal von illegalen Streamingdiensten Gebrauch gemacht hat. Seiten wie kinox.to erfreuen sich größter Beliebtheit, auch wenn die Qualität der angebotenen Filme, Serien und Dokus oft nur mäßig und die Flut an Werbeeinblendungen nervig ist.

Simple Bedienung, super Qualität

Ganz anders bei einer neuen Software namens «Popcorn Time». Mit «Just take care oft the popcorn & leave the rest us» (deutsch: Pass nur auf Dein Popcorn auf, wir machen den Rest) werben die Macher für ihre App, die als Betaversion für Windows, Mac OS und Linux gedownloadet werden kann.

Und tatsächlich: Einfacher und schicker könnte die Bedienung kaum sein, aktuelle Kinofilme können in HD-Qualität bei geringer Größe geladen werden, wahlweise mit Untertiteln, alles ohne Werbung. Quasi die ideale Online-Videothek – und das ganze kostenlos.

Leider nicht legal

Zu schön, um wahr zu sein? Zumindest zu schön, um legal zu sein. «Popcorn Time» greift nämlich auf das BitTorrent-Netzwerk zurück. Dabei werden die Dateien über eine Peer-2-peer-Verbindung (P2P) heruntergeladen. Da jeder Nutzer seine gedownloadeten Daten - in diesem Fall urheberrechtlich geschützte Filme - aber automatisch auch wieder anderen zur Verfügung stellt, macht er sich in den meisten Ländern strafbar und riskiert eine teure Abmahnung.

So auch in Luxemburg, Deutschland, Frankreich und Belgien. Das wissen auch die Seiten-Betreiber und schreiben auf ihrer Seite deshalb nicht ohne Grund: «Use at your own risk» (deutsch: Nutzung auf eigene Gefahr).

(pw/L'essentiel)

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