Verbindung nach Frankreich – Neue Pläne für Belval

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Verbindung nach FrankreichNeue Pläne für Belval

LUXEMBURG – Das Großherzogtum und Frankreich wollen näher zusammenrücken: Nicht nur gibt es konkrete Pläne für Belval. Auch sollen Luxemburger leichter auf französische Elite-Hochschulen kommen.

Bei seinem Besuch in Senningen hatte der französische Europaminister Laurent Wauqiez einige Projekte im Gepäck.

Bei seinem Besuch in Senningen hatte der französische Europaminister Laurent Wauqiez einige Projekte im Gepäck.

AFP

Ein «europäischer Exzellenz-Pol» soll Belval werden. Und das nicht nur auf Luxemburger, sondern auch auf französischer Seite der Grenze. Mit einem grenzüberschreitenden Krankenhaus, einem europäischem Rechenzentrum und einem Technologiezentrum für Start-ups.

Das sind nur einige der Projekte, die der französische Europaminister Laurent Wauquiez bei seinem Besuch im Senniger Schluss bei Innenminister Jean-Marie Halsdorf und Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler am Donnerstag vorgestellt hat.

Zufahrtstraße im September

Wauquiez sicherte zu, dass der französische Staat für die zehn Millionen Euro teure Befreiung der Industriebrachen in Micheville (gegenüber Belval)aufkommen werde. Dort sollen gut 5 000 neue Wohneinheiten entstehen.

Zunächst soll jedoch die Anbindung von französischer Seite verbessert werden: Bereits im September 2011 soll die Zufahrtsstraße – zeitgleich mit der Eröffnung des Lycée in Belval - fertig sein.

Französisch-luxemburgisches Gymnasium?

Auch in Sachen Bildung wollen beide Staaten enger zusammenarbeiten: Eine französisch-luxemburgische Vorbereitungsklasse soll Schülern aus dem Großherzogtum den Zugang zu französischen Elite-Hochschulen, den sogenannten «grandes écoles», erleichtern. Auch die Gründung eines binationalen Gymnasiums nach dem Vorbild des deutsch-luxemburgischen Schengen-Lyzeums im saarländischen Perl schwebt den Politikern vor.

sb/L'essentiel Online mit MC/PaT

Bessere Verkehrsanbindungen?

Auf dem Programm der Minister standen ebenfalls Gespräche über den möglichen

- dreispurigen Ausbau der Autobahn A31,

- bessere grenzüberschreitende Busverbindungen sowie

- eine TGV-Verbindung zwischen Luxemburg und Straßburg.

Entscheidungen wurden hierzu keine getroffen.

Freuen können sich jedoch die Binnenschiffer: Über einen neuen Verbindungskanal zwischen den Flüssen Mosel und Saône bekommen Luxemburg und die Großregion eine direkte Anbindung in Richtung Nordsee und Mittelmeer. Der erste Spatenstrich für das Großprojekt ist 2012 oder 2013 vorgesehen, abgeschlossen werden die Arbeiten nicht vor 2025.

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