In Luxemburg – Neue Rechtschreibung wirft ihre Schatten voraus

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In LuxemburgNeue Rechtschreibung wirft ihre Schatten voraus

LUXEMBURG – Die Rechtschreib-Reform tritt in einigen Wochen in Kraft. Bis zum Beginn des Schuljahres 2020 bleibt die alte Rechtschreibung jedoch noch gültig.

Die neuen Rechtschreib-Regeln sollen Ungereimtheiten im Luxemburgischen klären.

Die neuen Rechtschreib-Regeln sollen Ungereimtheiten im Luxemburgischen klären.

Für Bildungsminister Claude Meisch geht es nicht «um eine Neugestaltung der luxemburgischen Sprache». Vielmehr sei es notwendig das Luxemburgische «zu vervollständigen, klarer zu machen und auf den neuesten Stand zu bringen.» Das erklärt Meisch in einer parlamentarischen Stellungnahme am Mittwoch.

Mit der Rechtschreib-Reform sollen Lücken im bestehenden Regelwerk – beispielsweise in der Zeichensetzung und bei Abkürzungen – geschlossen werden. Gleiches gilt für die Verwendung von Großbuchstaben, Mehrwortbegriffe oder die Integration von Lehnwörtern aus anderen Sprachen. Eine wichtige Neuerung ist auch die Nutzung des Buchstaben «h» am Ende einiger Wörter. Aus «Ausnahm» wird beispielsweise «Ausnam».

Bestehende Regeln gelten bis 2020

Das doppelte «e» bleibt hingegen die «Reegel». Zudem hat die luxemburgische Aussprache in einigen Fällen nun Vorrang vor der deutschen Orthografie: Das luxemburgische Wort «spuren» konnte bisher mit «spuren» oder «sparen» ins Deutsche übersetzt werden. Nun wird aus dem deutschen «sparen» das luxemburgische «spueren».

Die neue Rechtschreibung mit all ihren Änderungen wird Mitte November vom luxemburgischen Sprachenkommissar Marc Barthelemy vorgestellt. Die alten Regeln bleiben noch bis zum Beginn des Schuljahres 2020 gültig.

(th/L'essentiel)

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