Luxemburg – Neue Sicherheitssysteme für Grenzzüge

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LuxemburgNeue Sicherheitssysteme für Grenzzüge

FRANKREICH/LUXEMBURG – Die Region Grand Est und die SNCF statten 25 Züge mit dem neuen europäischen Signal- und Geschwindigkeitskontrollsystem aus.

Bevor die Industrialisierungsphase für die gesamte Flotte beginnt, wird ein Prototyp gebaut und eingesetzt.

Bevor die Industrialisierungsphase für die gesamte Flotte beginnt, wird ein Prototyp gebaut und eingesetzt.

Neun Monate nach der Kollision zweier Züge in Düdelingen, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen und ein hoher Sachschaden entstanden ist, haben die Region Grand Est und die SNCF am Freitag eine Investition in Höhe von 27,46 Millionen Euro angekündigt, um 25 Züge mit dem neuen europäischen Eisenbahnverkehrsmanagementsystem ERTMS (European Rail Traffic Management System) auszustatten.

Zusammenstoß zwischen zwei Zügen in Luxemburg

Diese Investition, die von der Region Grand Est (22,335 Mio. EUR) und der Europäischen Kommission (5,125 Mio. EUR) getragen wird, ist von großer Bedeutung, damit grenzüberschreitende Züge auch nach dem 1. Januar 2020 auf dem luxemburgischen Schienennetz sicher fahren können. Die CFL werden dafür ihr derzeitiges Sicherheitssystem (MEMOR II+) deaktivieren und den neuen europäischen Standard zu übernehmen.

Besserer Informationsaustausch

ERTMS wurde 1996 zur Sicherung grenzüberschreitender Verbindungen in Europa ins Leben gerufen.

Das ETCS, das bis Ende 2017 in allen CFL-Personenzügen installiert sein wird, kann die Fortbewegung des Zuges und das Fahrerverhalten permanent überwachen. Zusätzlich soll das GSM-R (Global System for Mobile Communications-Railways) für den Informationsaustausch zwischen der Kabine und der Zentrale sorgen.

(L'essentiel/pp)

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