Serie setzt sich fort: Neuer Briefbomben-Alarm in Spanien

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Serie setzt sich fortNeuer Briefbomben-Alarm in Spanien

Nach einer Explosion in der ukrainischen Botschaft und einer Briefbombe bei einem Rüstungsunternehmen sorgt nun ein neuer Fund für Aufregung.

Die Polizei ermittelt nun nach dem dritten Bombenfund in Spanien.

Die Polizei ermittelt nun nach dem dritten Bombenfund in Spanien.

OSCAR DEL POZO / AFP / picturedesk.com

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben spanische Sicherheitskräfte in einem Umschlag, der an ein europäisches Satellitenzentrum auf einer Luftwaffenbasis in Spanien adressiert war, eine Briefbombe gefunden. Als der Umschlag auf der Torrejon de Ardoz Air Base auf dem Röntgengerät durchleuchtet wurde, stellten Beamte im Innern «einen Mechanismus» fest. Auf der Basis Torrejon werden Informationen von Satelliten gesammelt, die für die Außenpolitik der EU wichtig sind. Josep Borrell, Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, nannte solche Systeme «die Augen von Europa».

Es ist bereits die dritte Briefbombe, die innerhalb von zwei Tagen in Spanien gefunden wurde. Zuvor war am Mittwoch in der ukrainischen Botschaft ein Sprengkörper detoniert, wobei eine Person leicht verletzt wurde. Man habe das Antiterror-Protokoll aktiviert und den Bereich um das Botschaftsgebäude im Madrider Viertel Piovera im Nordosten der Hauptstadt abgesperrt, gab die Polizei danach bekannt. Am selben Tag wurde auch bei Instalaza, einem Rüstungsbetrieb Instalaza im nordspanischen Saragossa, eine Briefbombe gefunden. Instalaza ist Hersteller der tragbaren C90-Raketenwerfer, die auch in die Ukraine geliefert wurden.

Nach dem ersten Zwischenfall ordnete der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba eine Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an allen ukrainischen Botschaften an, wie ein Sprecher des Ministeriums in Online-Netzwerken erklärte. Er habe die spanischen Behörden zudem aufgefordert, den Angriff zu untersuchen.

Das Paket in der Botschaft war an Botschafter Serhii Pohoreltsev adressiert. Ein Mitarbeiter öffnete es und sei stutzig geworden, als er in der Schachtel eine kleine Box fand. Nachdem er diese geöffnet habe, habe er ein Klicken gehört und die Box weggeworfen, worauf sie explodierte. «Obwohl er die Box nicht mehr in der Hand hatte, wurde er an den Händen verletzt und erlitt eine Gehirnerschütterung», so der Botschafter.

(np)

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