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«Eachs»Neuer Concept Store verbindet Friseursalon und soziales Engagement

ESCH/ALZETTE – Der Concept Store «Eachs» setzt beim Personal auf Menschen in schwieriger Lebenssituation – mit dem Ziel, das ein oder andere handwerkliche Talent zu entdecken.

von
Séverine Goffin
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Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

Vincent Lescaut

«Eachs»: So heißt der neue Concept Store in Esch/Alzette. Der Laden verschreibt sich ganz dem Multikulturalismus und hat sich zum Ziel gesetzt, Asylbewerber und Handwerker einzustellen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, wie beispielsweise Weizer. «Ich freue mich wieder als Friseurin arbeiten zu dürfen, nachdem ich sieben Jahre lang als Putzfrau beschäftigt war. Mit meinem Diplom aus Eritrea war es mir bisher nicht gelungen, bei einem Friseur in Luxemburg eine Stelle zu finden», erzählt sie.

Den Anstoß für die Idee hat eigentlich der Sohn der Geschäftsgründerin Alison Pierres gegeben. «Meine Kinder tragen einen Afro und mein Sohn sehnte sich nach einem Friseursalon, in dem das Personal auch das Know-How für eine solche Frisur hat», erklärt sie. Bei der Aufnahme neuer Beschäftigter habe Pierres sich Rat bei verschiedenen Verbänden gesucht. «Die Formalitäten müssen nämlich genau eingehalten werden, da sonst die Gefahr besteht, dass man den Asylbetrag eines potenziellen Arbeitnehmers gefährdet», erläutert die Geschäftsführerin. Darüber hinaus habe sie eine Erklärung abgeben müssen, weshalb diese Stellen nicht von einem Adem-Bewerber besetzt werden könnten. «Die Verfahren sind zwar lang, aber es lohnt sich», meint sie.

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