Luxemburg – Neuer Plan für Gleichstellung am Arbeitsplatz

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LuxemburgNeuer Plan für Gleichstellung am Arbeitsplatz

LUXEMBURG – Die Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Taina Bofferding, hat am Mittwoch ihr Förderprogramm «Actions positives» vorgestellt.

Taina Bofferding will für gleiche Löhne und gleiche Karrierechancen für Männer und Frauen sorgen.

Taina Bofferding will für gleiche Löhne und gleiche Karrierechancen für Männer und Frauen sorgen.

Fabrizio Pizzolante

«Wir können alle mehr für die Gleichberechtigung tun, und ich fordere die Unternehmen auf, ihren Teil dazu beizutragen.» Taina Bofferding, Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, präsentierte am Mittwoch die Hauptpunkte des neu verfassten Programms für positive Maßnahmen. Ihr Ziel sei es, «die Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz zu verringern». Die Ministerin schätzt, dass der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, die dieselbe Arbeit ausführen, in Luxemburg bei 5,4 Prozent liegt. «Die Unterschiede werden immer geringer, aber wir müssen weiter am Ball bleiben. Gleichberechtigung beeinflusst sowohl das Wohlbefinden der Arbeitnehmer als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit», sagte sie.

Das Programm, dem Unternehmen auch weiterhin auf freiwilliger Basis beitreten können, sei modernisiert worden, um den Ansprüchen der Firmen gerecht zu werden und mit der Zeit zu gehen, so Taina Bofferding. Die Teilnahme dauert insgesamt zwischen 22 und 24 Monate, davor waren es knapp drei Jahre. Anschließend erhalten die Unternehmen ein Label. Mit in die Bewertung fließen Gleichbehandlung (Gehalt, Einstellung usw.), die Entscheidungsfindung und die Work-Life-Balance. Homeoffice und Elternurlaub, die besonders in den letzten Monaten immer mehr von Bedeutung wurden, werden nun auch berücksichtigt.

Interessiert sich ein Unternehmen für die Aktion, wird erst eine Analyse der internen Situation durchgeführt. Die Kosten, die zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen, werden vom Ministerium übernommen. Durchgeführt wird die Analyse von einer externen Instanz. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, der Delegation und den Mitarbeitern durchgeführt. Situationsabhängig wird ein Aktionsplan in mehreren Schritten umgesetzt, der in der Regel dazu führt, dass das Label an das Unternehmen verliehen wird.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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