Gehälteranpassung – Neuer Schlagabtausch über Index

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GehälteranpassungNeuer Schlagabtausch über Index

LUXEMBURG - Die nächste Indextranche hat am Dienstag in der Abgeordnetenkammer erneut eine heiße Debatte unter den Politikern entfacht.

Angestiegene Ölpreise dürften sich nicht mehr auf die Indextranche in Luxemburg auswirken, schätzten Abgeordnete am Dienstag ein.

Angestiegene Ölpreise dürften sich nicht mehr auf die Indextranche in Luxemburg auswirken, schätzten Abgeordnete am Dienstag ein.

DPA

Eigentlich wäre die nächste Indextranche im Mai fällig gewesen. Doch über die tatsächliche Gehaltserhöhung dürfen sich die Arbeitnehmer erst im Oktober freuen. Abgeordnete haben am Dienstag über die nächste Indexanpassung in Luxemburg debattiert.

Dass die Gehälter für Angestellte der privaten Wirtschaft erst im Herbst angepasst werden, war bereits seit Monaten klar. Dass dies auch für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Fall sein wird, haben die Abgeordneten am Dienstag offiziell entschieden.

Index mit neuem Schlüssel berechnen

Bei der Debatte in der Abgeordnetenkammer nutzten die Politiker die Möglichkeit, auch auf die Bipartite-Verhandlungen und den Höhenflug der Ölpreise zurückzukommen. «Ernsthafte Studien zeigen, dass die Kapazitäten der Erdölförderung am Limit sind. Die Ölpreis-Schwankungen sollten nun keine Auswirkungen mehr auf die Indexanpassung haben», sagte der grüne Abgeordnete Henri Kox. Stattdessen sollten alternative und umweltverträgliche Lösungen gefunden werden, schlug der Remicher Bürgermeister vor.

Selber Tenor beim Abgeordneten Marc Spautz. Ihm zufolge soll Luxemburg ebenfalls auf die Indexerhöhung achten. Dafür hat er allerdings etwas andere Vorschläge: «Dank des 'Office du prix' können wir die Inflation kontrollieren.»

Der liberale Abgeordnete André Bauler plädierte für einen neuen Indexberechnungsschlüssel, der vom Energiepreis weniger abhängig sein sollte.

L'essentiel Online mit Patrick Théry

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