Komiker-Streit – «Nichts reimt sich auf Uschi»

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Komiker-Streit«Nichts reimt sich auf Uschi»

Krach um den Spruch «Nichts reimt sich auf Uschi»: Comedian Mario Barth, der sich den Spruch patentieren ließ, soll ihn geklaut haben. Jetzt kriegt er Ärger.

Links das Original mit Dietmar Wischmeyer von 1991. Rechts: Comedian Mario Barth 2010.

Links das Original mit Dietmar Wischmeyer von 1991. Rechts: Comedian Mario Barth 2010.

Ein Mann, ein Wort oder besser ein Spruch. Comedian Mario Barth ist bekannt für seine deftigen Sprüche. Auch mit «Nichts reimt sich auf Uschi» sorgte der Deutsche für Lacher und ließ den Spruch gleich auf T-Shirts drucken. Im Dezember 2010 ließ er ihn zudem als Marke schützen. Dumm nur, dass «Nichts reimt sich auf Uschi» gar nicht aus Barths Feder stammen soll.

Im Sommer 1991 war der Spruch nämlich schon mal ein Gassenhauer. Dietmar Wischmeyer, damals Radiomoderator beim niedersächischen Radiosender ffn, trug bereits ein T-Shirt mit dem Spruch auf der Brust. Mit seinen Kollegen der ffn-Comedysendung Frühstyxradio Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Sabine Bulthaup ging Wischmeyer 1992 mit dem Spruch auf Tour und verkaufte sogar entsprechende «Nichts reimt sich auf Uschi»-T-Shirts.

«Spruch steht nahezu auf jedem Schulklo»

Dass Mario Barth nun den Schenkelklopfer als sein Eigentum bezeichnet und damit Kasse machen will, gefällt Wischmeyer und seinen Kollegen gar nicht. Sie haben nun beim Marken- und Patentamt einen Löschungsantrag gegen die von Barth angemeldet Marke «Nichts reimt sich auf Uschi» beantragt. Der Radiosender will erreichen, dass der Spruch als freies Gedankengut anerkannt wird.

Ina Tenz, ffn-Programmdirektorin, begründet den Schritt des Senders gegenüber dem Fachmagazin Radioszene: «Es ist schon dreist, dass ein Spruch als Marke angemeldet wird, der bereits vor Ewigkeiten im Programm von radio ffn lief und nahezu auf jedem Schulklo steht.» Und weiter: «Wir wollen erreichen, dass der Satz als freies Gedankengut anerkannt wird und nicht mehr patentierbar ist, vergleichbar mit Sprüchen wie 'Keine Macht den Drogen' oder 'Atomkraft? Nein Danke!'.»

«Noch kistenweise alte Witze für bedürftige Komiker»

Kalkofe und Wischmeyer hatten sich schon vor einigen Wochen zu dem Fall geäußert. Kalkofe: «Wir haben noch kistenweise alte Witze, die wir bedürftigen Komikern gern für ihre Vermarktung zur Verfügung stellen.»

Und Wischmeyer: «Es stört zwar nicht die Eiche, wenn die Sau sich daran reibt. Lässt sich das Schwein allerdings die Rinde urheberrechtlich schützen, geht das doch zu weit.»

isa/L'essentiel online

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