Australier im Kostüm – Ninja versetzt Zug in Angst und Schrecken

Publiziert

Australier im KostümNinja versetzt Zug in Angst und Schrecken

Im Zug von Budapest nach Dresden irrt ein komplett in schwarz gekleideter Fahrgast umher. In Panik alarmieren die Passagiere die Polizei.

Ein Australier im Ninja-Kostüm machte am Donnerstag den Zugreisenden Angst. Sie alarmierten die Polizei.

Ein Australier im Ninja-Kostüm machte am Donnerstag den Zugreisenden Angst. Sie alarmierten die Polizei.

BPOLI Dresden

Die Polizei von Dresden wurde am Donnerstagabend mit einer außergewöhnlichen Situation konfrontiert: Die Kontrolleure eines Euro-City-Zugs von Budapest nach Dresden hatten die Präsenz eines kuriosen Passagiers vermeldet. Der Mann irre im Zug hin und her, sei von der Kapuze bis zu den Schuhen komplett in schwarz gekleidet und trage zwei Ninjaschwerter, gekreuzt in Transporthüllen auf dem Rücken.

Als die Beamten den Fahrgast sahen, sei auch deren erster Gedanke gewesen: «Jetzt wird es ernst», gibt einer von ihnen gegenüber Sz-Online zu.

Alles nur ein Spiel

Wie es sich aber herausstellte, handelte es sich beim vermeintlichen Ninja um einen 34-jährigen Australier. Er erklärte den Beamten, dass sein Auftritt Teil eines Spieles mit dem Namen «Wahrheit oder Pflicht» sei. Dabei würden die einzelnen Teilnehmer Aufgaben bekommen. Er habe den Auftrag erhalten, von Budapest als Ninja in seinen deutschen Wohnort Bad Segeberg zurückzukehren, um anschließend auf einem gleichnamigen Motorrad durch seine Heimatstadt zu fahren.

Die Polizei konnte keinen waffenrechtlichen Verstoß im Auftritt des Australiers erkennen — die Ninjaschwerter erwiesen sich als Regenschirme.

Hintergrund des Notrufs war allerdings die Angst der restlichen Fahrgästen. Die Reisenden hätten sich nach den Geschehnissen in dem französischen Hochgeschwindigkeitszug Thalys vor einem möglichen Attentat gefürchtet, erklärt die Bundespolizei in einer Pressemitteilung.

(L'essentiel/kle)

Deine Meinung